— 126 FIntspülung mit einem Voranschlag von 30 Millionen, und mit den Hafenbauten in Bremen-Stadt einem Aufwand von ca. 68 Millionen Mark, unternahm 1 ), geschah demgegenüber und gegenüber der Arbeit ‘) Die Weserkorrektion wurde von Bremen mit einem Aufwand von ca. 30 Millionen Mark (32 400 000 Mark wurden bis 1899 aufgewandt), die ihm das Reich durch eine allen nach Bremen aufgehenden Schiffen, die von der Korrektion Nutzen haben, aufgelegte Schiffahrtsabgabe zu verzinsen und amortisieren erlaubt hat, unternommen. Die' Aufsenweser wurde mit 13 Millionen Mark Aufwand, den Bremen, Preufsen und Oldenburg gemeinsam tragen, vertieft. Am 1. April 1907 betrugen die Gesamtkosten 59 Millionen Mark, die Schuld durch Abtrag wegen verkaufter Materialien, Schiffahrtsabgabe und Beitrag der Dferstaaten 42 Millionen Mark. Gleichzeitig wurden die neuen grofsen Hafenanlagen in Bremerhaven geschaffen. Der erste Freihafen Bremen-Stadt kostete zu bauen rund 33 Millionen Mark, wovon das Reich wegen des Zollansohlusses 12 Millionen Mark beisteuerte, der Holz- und Fabrikenhafen 3 Millionen. (Die Stephanikirchenweide wurde z. e. T. bereits 1870 für einen etwaigen späteren Hafenbau angekauft [s. Duokwitz, Denkwürdigkeiten, S. 188.] Jetzt ist ein neues zweites Freihafenbassin von gleichen Abmessungen wie das erste angelegt worden (bauliche Anlagen rund 22 Millionen Mark). Projektiert und teilweise in Angriff genommen sind in Bremen-Stadt aufserdem die Industriehäfen ­ (18 Millionen Mark Voranschlag) und der Oberländer Umgehungskanal ­ und Hafen. Bis 1875 betrug die sichere Fahrtiefe bis Bremen nicht erheblich mehr als 1 m. Vor Inangriffnahme der grofsen Korrektion war die Weser bis auf 2‘/a m brauchbar gemacht, sie sollte 5 m tiefgehende Schiffe jederzeit in einer Tide nach Bremen aufgehen lassen, bevor die Schiffahrtsabgabe zu erheben war, was 1894 erreicht wurde. Nach Brake gehen heute Schiffe bis 7 ‘/* m auf. Nach dem Vertrag zwischen Preufsen und Bremen vom 29. März 1906 (Brem. Gesetzblatt 1906, no. 33, S. 93, 21. Mai 1906) sollen Schiffe von 7 m Tiefgang nach Bremen aufgeheu können. Literatur zur Unterweserkorrektion etc: L. Franz ins, Über Stromkorrektion ­ im Flutgebiet der Flüsse, insbesondere der Untei-weser, Weser-Zeitung Februar 22., 24., März 1., 14., 15. 1878; ders., Die ünterweser von Bremen bis Bremerhaven, Gotha 1880, (Petermanns Mitteilungen, 1880, S. 294); ders., Projekt zur Korrektion der Unterweser, auf Veranlassung der nach Beschlufs des Bundesrats ­ berufenen Reiohskommission in den Jahren 1879—81 entworfen und von der Reiohskommission festgestellt, Leipzig 1882; Zur Vertiefung der ünterweser, Gutachten der Bremer Handelskammer, Bremen 1882; Zu dem Projekte der Korrektion der Unterweser, dem Herrn Reichskanzler von Vertretern der preufsisch-bremischen Unterweserhäfen überreichte Denkschrift, Bremerhaven 1883; Zu dem Projekte der Korrektion der ünterweser, dem Senate der freien Hansestadt Bremen vom Stadtrate in Bremerhaven überreichte Denkschrift, Bremerhaven 1883; Besteht ein allgemeines Interesse für Ausführung des Projektes zur Korrektion der ünterweser ? Gegenschrift wider das von der Bremer Handelskammer über das Projekt erstattete Gutachten, Bremerhaven 1883; Zum Projekt der Korrektion der Unterweser, Erwiderung der Bremer Handelskammer, Bremen 1883; Gegen das Projekt zur Vertiefung der Unterweser, zweite Gegenschrift wider die von der Bremer Handelskammer veröffentlichten Denkschriften, Bremerhaven-Geestemünde 1883; D, L a h u s e n, Die Korrektion der Unterweser und die