220 wenn sie nicht vom deutschen Bunde ausginge und in der englischen Agitation für die Abschaffung der Navigationsgesetze 1 ). Die ersten Angiiederungen an Preufsen erfolgten nach dem System der Unterordnung namentlich des sogenannten Enklavensystems, — das, was man später als Zollanschlufs determiniert hat. Der erste Zoll verein, wie die andere Gruppe dann unterschieden wird, kam zwischen Bayern und Württemberg zustande, und gleich darauf zwischen Preufsen und Hessen-Darmstadt bei gleichem Rechte beider Ver- tragschliefsenden; hier bedurften alle Änderungen der Einstimmigkeit, der gröfsere Staat konnte nur durch Kündigung des Vertrages sein Übergewicht zur Geltung bringen, sobald einmal die wirtschaftlichen Verhältnisse genügend verwachsen waren. * command of Her Majesty, December 1847 London (Pari. P.); Alex. Thomas, Hambourg et le Zollverein, nonvelles tendanoes de l’Dnion Douaniere, Revue des Deux Mondes, tome XX, XVlI e annee, nouvelle Serie, 1847, p. 516 et suiv. Parteigänger des Handels- und Schiffahrtsbundes waren die 1844 gegründete Weser-Zeitung, (ältere Artikel a. in der lokalen Bremer Zeitung), die Augsburger Allgemeine Zeitung und das Zollvereinsblatt — da Duckwitz List von der Opportunität eines loseren Bundes, da direkter Zollverein, den er selbst in seinen früheren Schriften erstrebt hatte, zur Zeit nicht zu erreichen war, überzeugt hatte — der Gegner namentlich der Hamburgische Correspondent. *) 1820 haben die freien Städte am Bunde durch Smidt die Errichtung gemeinschaftlicher Konsulate und deutsche Flagge empfohlen. 1838 trat Klefeker (Für die Ausbreitung des Zollv, bis z. Seegrenze u. d. Einführ. v. Navigationsgesetzen, Hambg. 1838), der damals in Hamburg, ohne Anklang zu finden, für den Zollverein arbeitete, für Differenzialbehandlung gegen über seeische Beeinträchtigungen ein, 1837 wollte Pütt er (Üb, d. ausw. Handel Dtschlds., Köln 1837) Differenzialbehandlung im Bunde mit Belgien, glaubte auch in Bremen Voraussetzungen zu finden, dagegen Holland und Hamburg nur zwingen zu können. Infolge der hanseatischen Agitation erfolglose Bestrebungen auf der Basis differenzieller Begünstigung für den Zollverein traten im Sommer 1842 bei Handelsvertragsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten und 1843 mit Brasilien hervor. Der preufsische Gesandte in Brüssel, Heinrich v. Arnim, der 1844 den Handelsvertrag mit Belgien abgeschlossen hatte, befürwortete 1845 in seinem handelspolitischen Testament Differenzialbehandlung im Bunde mit Belgien. Belgien versuchte auf Grund des alten Gegensatzes Eheinlande contra mitteldeutschen Handelsverein und des Handelsvertrages vom 1. Sept. 1844 er folglos für die amerikanische Dampfschiffslinie die diplomatische Unterstützung Preufsens, das in v. Rönne, dem Präsidenten des 1844 errichteten Handelsamtes für Bremen gewonnen war, zu erlangen. In Preufsen spitzte sich der Streit um verstärkten Schutz- und Differenzialzoll und um Paktierung mit, den deutschen Vorlanden in loserer Form oder Abwarten bis zu fester Vereinigung nach der bisherigen Politik des Zollvereins zu dem Antagonismus zwischen dem Handels amt und dem Generalsteuerdirektor Kühne zu, der 1847 zu Kühnes und Hamburgs Sieg führte. In der ersten Phase der Propaganda ging der hamburgische Syndikus Karl Sieveking noch mit Smidt mit.