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        <title>Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang</title>
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            <forname>Friedrich</forname>
            <surname>Rauers</surname>
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      <div>— 142 — 
Vgl. ferner den Traktat von der Revier - Fahrer - Compagnie, den 
Becher als ihm eingesandtes Bedenken eines holländischen Kaufmanns ein 
führt (Discvrs S. 763), worin ein allgemeines deutsches Wasserstrafsennetz, 
durch geeignete Verbindung von Flüssen z. T. mit ähnlichen Hoffnungen, 
wie sie die bayrischen Schriftsteller beim Ludwigskanal aussprachen, ge 
schildert ist: „Von Oettingen an der Wernitz über Land nach Oxenfurt in 
Franken, seynd zehen Meilen, wann aber die Tauber Schiffreich gemacht würde 
hifs auf Rothenburg, könnte man auch die Wernitz bifs dahin wol einsohneiden, 
oder wäre doch zum wenigsten von dem Mund der Wernitz nur eine Tag- 
Reise nach Rothenburg. Es scheinet aber, dafs der Herr Graf von Hohenlohe 
nur auf sein Weickersheim ziele, die Tauber bifs dahin Schiffreich zu machen, 
hernach aber von dannen zu Lande nach Oettingen zu reisen, darvon es auch 
zehen Meilen ist; weil dann die Tauber noch nicht Schiffreich, sondern viel Zeit 
und Geld noch kosten, welches ohne Zweifle) theure Zölle machen würde, auch 
der Herr Graf aus Weickersheim zu seinem besten, und nicht aus Rothenburg 
uns zum besten eine Niederlage zu machen sucht, als wäre mein Rath alle 
diese ümschweiffe zu meiden, und direote von der Wernitz, nemlich von 
Oettingen (so weit ist die Wernitz Schiffreich, und leiohtlioh völliger Schiffreich 
zu machen) gerades Wegs nach Oxenfurt in Francken zu gehen, es seynd nicht 
mehr als zehen Meilen, und lauter gut flach Land, und wird dieses Fuhrlohn 
nicht einmal einen Kreutzer auf ein Pfund schlagen, wenn man sich recht ver 
gleicht. Wann auch Ihro Churfürstliche Gnaden von Mayntz diejenige Güter, 
so vom Rheinstrom in Maynstrom, und von dannen über Land nach Oettingen 
in die Wernitz gehen, mit leidlichem Zoll passiren, oder gar frey gehen wollen 
lassen, so getraue ich mir die Sache gar leicht dahin zu bringen, dafs der 
gantze Handel von hier dahin gezogen wird, welches dann eine Haupt-Niederlage 
zu Oxenfurt, auch den gantzen Maynstrom sehr gewerbig machen würde, 
wessentwegen mein hochgeehrter Herr mit Ihro Churförstl, Gnaden sich unter 
reden kan, dan ich dieses beneficium lieber Ihro Churfürstl. Gnaden, als dem 
Grafen von Hohenlohe gönne.“ 
Es sind damals eine ganze Reihe von Kanalplänen zusammen aufgetreten, 
die auch heute zusammen genannt werden, von denen in Deutschland im 
wesentlichen nur das östliche künstliche Wasserstrafsennetz Preufsens zur 
Ausführung kam, mit dessen allmählichem Ausbau sich nach und nach die 
Hauptstrafse nach dem slavischen Osten, die in der hansischen Zeit an der 
Küste, und damals über Leipzig ging, auf die Elbe und Spree über Berlin 
verlegte. S. für die nächste Zeit namentlich die Schrift von P. J. Mar- 
p erg er, Neu eröffnete Wasserfahrt auf Flüssen und Kanälen, Dresd. u. 
Leipz., 1723, S. 1, 54, 71, 369 ff., wo auch die Donau-Neckarroute etc. er 
örtert ist, dazu die Literaturaufzählung bei J. G. Büsch, Praktische Darstellung 
der Bauwissenschaft, II. Bd., oder Übersicht des gesamten Wasserbaues 
I. Bd., Hamburg 1796, S. XVII. Einige neuere Schriften nennen auch 
Beinhold und Oltmanns, die auch selbst die Donau-Rheinverbindung 
in ihren Handelskanal einbezogen haben, s. S. 31 ff., 280 ff.; vgl. dazu weiter 
die zitierten Gesamtwerke von Wiebe.king, ferner G. Hagen, Handbuch 
der Wasserbaukunst, II. Teil, Die Ströme und Canäle, Königsberg 1844—52 
(III. Bd,, S. 413 ff. etc.)</div>
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