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        <title>Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang</title>
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            <forname>Friedrich</forname>
            <surname>Rauers</surname>
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            <idno>89109413X</idno>
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vertrage  mit  der  wegen  Österreich  vielumstrittenen  Klausel  von  der
meistbegünstigten  Nation,  der  durch  Zutritt  der  andern  Vereinsregierungen ­
  bis  1864/65  perfekt  wurde,  beginnen  dann  die  Anfänge
der  eigentlichen  Freihandelsära  der  siebziger  Jahre.  Es  war  die
zweite  Zollvereinskrise  vor  dem  deutschen  Kriege.
Mit  dem  Norddeutschen  Bunde  1866  trat  der  Zollverein  aus
dem  bisherigen  Stadium  eines  lediglich  völkerrechtlichen  Bandes
selbständiger  Staaten  heraus.
Die  Agitation,  die  seit  längerer  Zeit  für  ein  deutsches  Zollparlament ­
  eingetreten  war,  zumal  die  jährlichen  Zollkonferenzen,  die
1834  eingerichtet  waren,  wegen  des  Grundsatzes  der  Einstimmigkeit,
als  auch  noch  die  Prinzipienfragen  dazwischen  traten,  sehr  unfruchtbar
gewesen  waren x ),  fand  ihre  Erledigung,  indem  mit  dem  Norddeutschen
Bunde  als  einem  Bundesstaate  ein  Parlament  geschaffen  werden
konnte,  das  als  Zollparlament  durch  Hinzutritt  süddeutscher  Abgeordneter ­
  ergänzt  wurde  und  das  Stadium  der  Kündigung  in  der
Zeit  des  lediglich  völkerrechtlichen  Bandes  verlassen  wurde.  Mecklenburg ­
  trat  in  Konsequenz  seines  Beitritts  zum  Norddeutschen  Bunde
in  den  Zollverein  ein,  Schleswig-Holstein  und  Lauenburg  als  Teile
Preufsens.  Den  Hansestädten  war  der  Beitritt  in  den  Zollverein
offen  gelassen,  bis  sie  selbst  ihn  wünschen  würden.  Lübeck  trat
bereits  1868  bei.  Hamburg  und  Bremen  blieben  auch,  nachdem
sich  die  noch  unfertigen  Verhältnisse  Zollverein-Norddeutscher  Bund
1871  zum  Deutschen  Reich  gestaltet  hatten,  bekanntlich  bis  1888
draufsen.
Es  bedurfte  einer  ziemlichen  Zeit,  bis  das  bremische  Handelspublikum ­
  den  Segen  des  Zollvereins  schätzen  lernte.  Man  glaubte
zunächst,  dafs  ein  Bundeszollwesen  erreichbar  sei  und  hatte  vorerst
alle  die  Turbationen  am  meisten  am  eigenen  Leibe  zu  erfahren,  die
jede  neu  geschaffene  moderne  Zollinie  um  einen  Einzelstaat  und  um
einen  partikulären  Zollbund  mit  sich  brachte.
Man  stand  immer  draufsen,  die  Erleichterungen  im  Inneren
eines  Staates  verschärften  das  Verhältnis,  die  Zollformalitäten  der
neuen  Zollgestaltung  brachten  tagelange  Aufenthalte,  wo  man  wie
in  Preufsen  mit  Untersuchung  der  Ladung  vorging 2 ),  um  den  Schmuggel
')  Vgl.  Ludwig  Frau  er,  Die  Reform  des  Zollvereins  und  die  deutsche
Zukunft,  zur  Versöhnung  von  Nord  und  Süd,  Braunschweig  1862,  S.  67—69.
T )  An  den  preufsischen  Zollstätten  wurden  die  Wagen  wirklich  ab-  und
aufgeladen  und  einer  speziellen  Revision  unterworfen,  ohne  dafs  dabei  Adressierung
an  Spediteure  und  Weitersendung  durch  solche  eintrat.  (Über  die  Anlage  einer
Eisenbahn  im  Königreich  Hannover,  Altona  1840,  S.  16.)  Der  Aufenthalt  in</div>
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