35 8 36 9 37 38 39 40 87 a 87* So ich mit dem Bohrhammer arbeite, verspüre ich, daß das Herz viel schneller anfängt zu schlagen, die ganze Organe mehr aufgeregt sind, als gewöhn lich, daß die Glieder nach einer Weile anfangen zu flattern, und ich nach ein paar Stunden sehr müde bin, bei Sohlenbohrlöcher ist es nicht so schlimm, weil dann der Bohrhammer Auflager hat, sodaß sich derselbe viel leichter drücken läßt. (2.) [B. S.] Ich verspüre an meinem Körper teilweise Be schwerden, die darin bestehen. I. Brustweh, Kno chenreißen, teilweise Reumatismus, Kopfweh. Das Eintreten der Müdigkeit richtet sich zum größten Teil nach den Luftverhältnissen unter Tage. Sonst werde ich nach 6 Stündiger kräftiger Arbeitszeit sehr müde. (1. t.) [B. Schles.] Wenn es Schicht ist, dann bin ich eigentlich nicht mehr müde, dann bin wrak. (3. t.) [B.R.] 5 Stunden. Bin den am ganzen Körper abgemüdet und habe alle Kräfte ausgeschwitzt. (3. t.) [B. S.] Mir hat der Bergbau schon gewaltig mitgespielt. Ich habe oft in kalter Temperatur völlig durchnäßt stundenlang arbeiten müssen und oft gefroren, daß mir die Zähne klapperten. Anderseits habe ich bei 30—35% Celsius, oft ganz nakt schwer schuften müssen, (i.t.) [B. R.] Hier läßt sich schwer eine bestimmte Zeit angeben, da die Ermüdung nicht immer gleich früh eintritt. Die Intensität der Arbeit, die Beschaffenheit der 84 Luft u.s.f. ist auf den einzelnen Arbeitsstellen un geheuer verschieden, ebenso schwankt doch das körperliche Wohlbefinden infolge äußerer Einflüsse nicht unbedeutend. (2. t.) [B. R ] Auch dieses ist wieder so eine merkwirdige Frage! Zugegeben daß verschiedene Arbeit den Geist mehr anspornt aber Müde?; ist jeder Bergman der halb wegs seine Schuldigkeit gethan hat. Nach wieviel Stunden Arbeit die Müdigkeit eintritt ist nicht zu beantworten, da ein Unparteiischer am Zechenthor beobachten kann mit welch schleppenden Gange die Kumpels schon zur Arbeit kommen, also die Glieder von einem Tag zum andern gar nicht aus ruhen. (1.) [B. Schles.] Ich habe mir Eingearbeitet. Aber nach 4 Stunden bin ich gewöhnlich Ermüdet. (4. t.) [B. Schles.] Mann gewöhnt sich an die tägliche Arbeit. Wenn nur die Antreiberung nicht zu sehr überhand nimmt, so wird auch jeder gerne Arbeiten. Wenn mann 7—8 Stunden gearbeitet hat, so hat mann auch genug davon, und sehnt sich nach Ruhe. (2.) [R. S.] Weil wir in einem Flötz von nur 1 M. Höhe ar beitenhat man eben nach wenigen Stunden Rücken schmerzen. Weil die Arbeit nicht immer gleich mäßig anstrengend ist, kann von einer gewöhn lichen Ermüdung keine Rede sein. Ist die Arbeit aber sehr anstrengend und wenig Luft vorhanden die Temperatur sehr warm, dann in 1—2 Stunden. (2.) [B.R.]