243 16» D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften. Finden Sie Ihr Vergnügen mehr in der Familie oder im Wirtshaus, und halten Sie den Genuß von Alkohol für entbehrlich, oder können Sie nach dem Genüsse desselben besser arbeiten? Die erfreuliche Tatsache bleibt bestehen: auch eine so heikle Frage wie die obige wurde immerhin von 54% der Be fragten mit einer gewissen Offenheit beantwortet. Allerdings ein größerer Teil ließ diese Frage im Gegensatz zu der sonstigen sorgfältigen Ausfüllung des Erhebungsformulares unbeantwor tet, wiederum ein anderer Teil (184) schrieben kurz und bündig: „Abstinenzler“, so daß eine sorgfältige Nachprüfung notwendig wurde. Auf liebevolles Zureden hin gelang es denn auch, von den 184 Radikalabstinenzlern 34 zu kleinen Zugeständnissen zu bewegen. — 1, 2, 3, bis zur Rekordziffer 6 Glas täg lich. (Als Maßeinheit der mehr oder weniger kräftige Zug aus der Schnapsflasche gerechnet.) Das schöne Wort: „Im Kreise der Seinen zufrieden und froh ward zum Palaste die Hütte von Stroh“ konnte nicht so recht Bestätigung finden. Die Aufgabe, das Familienleben der drei befragten Arbeiterkategorien zu analysieren, muß wohl als ge scheitert betrachtet werden, da die dieses Problem behandelnde Korrespondenz gewisse Grenzen nicht überschreiten konnte. Im dritten Bande seines Systems der Volkswirtschaft sagt Roscher: „Die monströse Bedeutung der Wirtshäuser mit der Locke rung des Familienbandes steht nicht nur als Folge, Sondern auch als Ursache im Zusammenhang.“ Manch kräftiges Wörtlein von Frauenhand befindet sich öfters als Nachsatz unter den Erhebungsformularen; wie wohl