24 keit leiten läßt. Es genügt, daß das wirtschaftende Subjekt kein Idiot ist und zweckmäßig zu handeln versteht. Sucht es dann möglichst an seiner Kraft zu sparen, so muß es unter gegebenen Bedingungen diese so anwenden, daß es mit dem geringsten Kraft aufwand den größten Erfolg erzielen kann. Daher wird die Wirtschaftstätigkeit eines wirtschaftenden Subjekts, unabhängig davon, ob es ein Egoist oder Altruist ist, durch die äußeren, ökonomischen Verhältnisse bestimmt. Ein Unternehmer kann ein sehr guter Mensch sein. Wenn er aber seinen Arbeitern einen bedeutend höheren Arbeitslohn zahlt als die anderen, so daß sein Profit dadurch in nicht geringem Maße geschmälert wird, so wird ein solcher Unternehmer durch die Konkurrenz anderer aus dem Produktionsprozeß herausgestoßen werden. Deshalb entsteht auch bei der kapitalistischen Ordnung, unabhängig von den persönlichen Eigenschaften der Unternehmer und Arbeiter, ein Kampf zwischen diesen beiden Klassen. Ebenso strebte in der vorkapitalistischen Epoche der selbständige Produzent, wiederum unabhängig davon, ob er Egoist oder Altruist war, danach, seine wirtschaftlichen und persönlichen Bedürfnisse mit dem geringsten Arbeitsaufwand zu befriedigen. Zu sagen, daß dieses Bestreben aus dem Egoismus herrührt, ist einfach lächerlich.