Schulen.

37

Fortbildungsschulen.
Auf diese ist besonders Wert zu legen,
Jede Volks- und Mittelschule hat eine Fortbildungsschule,
 modernen Anforderungen entsprechend, zu
errichten, die Jeder, der nicht weiter studiert, bis zu
seinem sechzehnten Lebensjahr zweimal wöchentlich zu
besuchen hat, und zwar Donnerstag und Sonntag je
zwei Stunden, damit der Unterricht nicht belästigend
wird.

Für die Leistungen in der Fortbildungsschule werden
die Lehrer entsprechend bezahlt, dadurch wäre die
Lehrergehaltsfrage zu regulieren.
In Gewerbebezirken soll die Fortbildungsschule auf
die spezielle Industrie des Ortes oder Bezirkes Rücksicht
nehmen.
Die Fachschulen bleiben wie bisher und können,
wo tunlich, den Mittelschulen angereiht werden.
Anstatt der früheren Sonntags- und Wiederholungsschulen
 ist nichts besseres errichtet worden, so daß
man füglich sagen kann, daß Niederreißen allein nicht
besser macht. Es wäre also ein praktischer Aufbau
der Fortbildungsschulen nicht nur erwünscht, sondern
notwendig. Um bessere Menschen zu erhalten,
muß der Staat sie erziehen.
Die Welt wird täglich schöner und wäre
esunsereSache., unsbesser darin einzurichten.

Hochschulen.
Die Technik und die Universität sollten eine
einheitliche, einfachere, modernere, praktische Organisation
 erhalten, die Titelfrage regeln und die
Fortbildung der Mittelschulen bestimmen.
Der Kinderhort in Berlin — unter Protektion der
Kaiserin — übernimmt Kinder von 6 Wochen bis zu
3 Jahren zur Erziehung und Verpflegung. Ein Tropfen
im Meere des Elends und der Not; des Kinderelends,
welches grausamer erscheint als jedes andere. In Wien