18 Bitte, bei frohen Anläffen, wie Geburtstagen, Verlobungen, Hochzeiten, (ilberner oder goldener Hochzeit, Geburt, Taufe, Konfirmation oder Kommunion eines Kindes, Enkels oder Urenkels, bei Dienft- und Gefchäfts- Jubiläen, Auszeichnungen, Beförderungen, beftandenen Schul- und Staats- Prüfungen, Stiftungsfefen, zu Weihnachten und Neujahr das Geld, das fonft vielleicht zur Veranftaltung einer Feier im Freundeskreise befimmt war, und nach Vermögen darüber hinaus, für die Zwecke der Wohlfahrtzentrale zu fpenden. An Hand eines unter Mitwirkung des Meldeamtes angelegten Haupt buches, welches die Geburtstage der wohlhabenden Bevölkerung enthält und auf Grund laufender Angaben des Standesamtes werden die einzelnen Perfönlichkeiten am Gedenktage durch eine Glückwunfchkarte mit beigefügter Zahl karte an die Spende erinnert. In den Schulen fnd entfprechende Sammelbüchfen aufge- ftellt. Für jede Spende über Mk. 3.— wird ein von Herrn Profeffor Bornemann ent worfenes Gedenkblatt überreicht. Dasfelbe wird auf Entfcheidung des Schulleiters auch folchen Schulkla|fen verliehen, welche hervorragenden Sammeleifer beweifen. Daß der Wohlfahrtzentale auch durch die Gedenktagfpende aus zahllofen, meift kleinften Rinnfalen befruchtender Segen zuftrömt, beweift der bis herige Ertrag von Mk. 15000.—. Inde|Jen fand fch die Barmer Bevölkerung bereit, ihre offene Hand noch in anderer Form zu betätigen durch die im Winter 1916-17 veranftaltete Sammlung entbehrlicher Wertgegenstände, welche in Geldeswert umgefeßt, anfehnliche Beiträge zur Linderung der Kriegsnot lieferten. Durch öffentlichen Aushang, 3000 briefliche Aufforderungen, Annoncen, und redaktionelle Notizen, namentlich aber planmäßige Hausbefuche, gelang