II. Besonderer Teil. 1. Handel mit Nordamerika. Nachdem wir uns so ein Bild von der allgemeinen Handels entwicklung Bremens gemacht haben, wollen wir zur näheren Betrachtung der einzelnen Teile übergehen und gleich mit dem wichtigsten beginnen, mit Nordamerika. Tabelle XII. Bremens Warenverkehr mit Nordamerika bewegte sich (Werte in 1000 Mk.) in folgenden Grenzen: Jahr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr überschuß Jahr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr überschuß 1869 89 660 68 965 20 695 1905 515 3°9 119 881 395 428 1878 158 680 56 778 101 902 1906 527 202 152 557 374 645 1888 199 252 92 861 106 391 1907 648 968 218 813 430155 1898 329 772 87 370 242 402 1908 651130 146 318 504 812 1903 1904 464 069 527 516 i°5 347 102 835 358 722 424 681 1909 570 252 194 518 375 734 Nur ein Bruchteil dieses Verkehrs entfällt auf Canada, den Rest absorbieren Die Vereinigten Staaten von Nord-Ämerika. Sie nehmen im Warenhandel Bremens weitaus die wichtigste Stelle ein, eine Tatsache, die bei der Nähe und der jetzigen Welt stellung Hamburgs schwer erklärlich scheint. Man müßte eigent lich annehmen, daß Hamburg gerade im Verkehr über die Breite des Atlantik hinüber, der vorläufig absolut wichtigsten Weltver kehrsstraße, Bremen weit überflügelt hätte. Daß dem nicht so ist, ist der Ausfluß einer langen Entwicklung. Es ist bereits erwähnt, daß die Hansastädte schon seit dem amerikanischen Unabhängigkeitskriege Handelsbeziehungen zu den östlichen Staaten der Union angeknüpft hatten. Da es sich zunächst um die Vermittlung des Verkehrs durch Segler handelte, die nur einen geringen Tiefgang besaßen, so war Bremen damals gegen Hamburg wenig im Nachteil. Im Gegenteil, es gelang