32 komitee Hilfe spendet, ist genau so berufen, über die Folgen der be stehenden Ordnung für die Menschheit ein Urteil zu fällen, als der er folgreiche Arbeitgeber. Gelingen und Mißerfolg müssen in der Staats persönlichkeit zu gleichem Recht vertreten sein, der Unglückliche und der Gesegnete müssen beide auf dem Richterstuhle sitzen. Beunruhigen könnte von meinem Standpunkt nur der Gedanke, wie man sich gegen die Demoralisation des Esaus der Gesellschaft wapp nen soll, der täglich gewillt ist, sein Geburtsrecht für ein Linsengericht zu verkaufen. Um aber die Gefährlichkeit unserer Esaue gründlich zu erkennen, müssen wir die Gemeinschaft der politisch Verkommenen bis in die Wurzeln durchforschen. Wohl mag der Preis des Armen ein verächtliches Linsengericht sein, aber das Übel liegt nicht in dem un bedeutenden Preise, sondern daß der Arme überhaupt verkäuflich ist. Es gibt eine Entsittlichung, die Folge ist sowohl des Nichtstuns und der Abhängigkeit von bestehenden Gebrechen — z. B. von Einkünften aus dem Alkoholkonsum und anderen Dingen, die eine reiche Ernte sozialer Degradation bringen — als auch der Armut. Des Reichen Anhänger sind illegitimen Einwirkungen in demselben Grade ausgesetzt, als der Landstreicher auf den Heerstraßen oder der Zechbruder in den Gast häusern. Politische Unfähigkeit, geistige Schlaffheit und moralische Entgleisungen sind unter den Wohlhabenden Großbritanniens gerade so häufig wie bei den Armen. Man begeht den Fehler, Kleidung, Kul tur des Benehmens und des Bankiers Bilanzen mit Weisheit und Bil dung zu verwechseln. Auch kann man diese Sittenverderbnis nicht einfach aus den politischen Einflüssen sondern, wie man Spreu vom Weizen scheidet, da die Krankheit nicht etwa durch eine Mischung von Spreu und Weizen, sondern durch eine schlechte Weizenart ver ursacht wird. Hier handelt es sich um eine organische Schwäche des politischen Körpers, die nur durch ein Stärkungsmittel gehoben wer den kann, wie eine Erziehungsmethode es bietet, die die Staatsbürger für hohe soziale Gesichtspunkte empfänglich macht und sie lehrt, hauptsächlich für den allgemeinen Nutzen zu wirken und zu schaffen. Könnten die kranken Teile abgetrennt werden, so wäre ich damit ein verstanden, aber die bis jetzt vorgeschlagenen Mittel sind dazu unge eignet. Der unzweckmäßigste Prüfstein wäre jedoch der Besitz; denn er konservierte im politischen Körper nicht allein die Krankheitsfor men, sondern würde ihren Einfluß noch vermehren.