werden kann, wo der Staat einschreiten muß, um die menschheitlichen Eigenschaften zu schützen und zu erhalten, nachdem er sich vorher beim Familienbegriffe beraten hat, möge der Mann, der Gründer von Stämmen und Nationen, der Verehrer in den geräumigeren Tempel hallen des Staates, nur versuchen, — ohne die Konsequenzen dieses Tuns recht eigentlich zu überschauen — die Familie durch den Staat zu ersetzen, anstatt ihn einfach mit dem Familiengeiste zu beleben: und Unheil wird die Folge sein. Doch kehren wir zu der Erwägung zurück, daß die Frauen für die Landesverteidigung nicht bewaffnet werden können. Wollte man ihnen deshalb das Wahlrecht verweigern, so wäre die nächste Folge, daß das nationale Dasein in den langen Friedenszeiten durch eine schlechte Gesetzgebung gefährdet werden müßte, während Erfahrun gen und Ansichten, die eine Nation vor diesem Unglück behüten kön nen, ausgeschaltet und nicht verwertet werden sollen, nur weil mit Rücksicht auf eine in ferner Zukunft liegende Invasionsmöglichkeit die Frauen nicht mit dem Gewehr auf den Schultern unsere Baum hecken besetzen oder in unseren Gräben sterben können. Zugrunde gerichtet soll der Staat im Frieden werden, weil nicht alle seine Bürger imstande seien, im Kriege zu kämpfen \ Meine Ansicht kann durch verschiedene uns beschäftigende Fragen illustriert werden, die die dunklen Seiten eines Sozialismus beleuchten, der den Akzent auf die männlichen Interessen legt. Für die Verpfle gung der Schulkinder auf öffentliche Kosten wird z. B. eifrig agitiert. Wenn dies verallgemeinert und nicht auf Fälle wirklichen Notstandes beschränkt werden würde, so wäre der Familie eine ihrer wesent lichsten Aufgaben abgenommen und dem Staate übertragen. Die wirt schaftliche Selbstgenügsamkeit der Familie wäre in ihrer Grundlage angegriffen, die Familie wäre in ihren moralischen Möglichkeiten be schränkt. Und erst recht wäre dies der Fall, wenn der Unterhalt neben der Ernährung die Regel würde. Der männliche Geist bewegt sich über in dieser Richtung, so will es die Macht seiner Logik. Wenn er sich beherrscht und bemüht ist, sich die Beziehungen der Geschlechter 1 Ich betrachte dieses Argument nicht für sich allein und weise darauf hin, daß selbst männliche Wähler nicht alle kampffähig sind. Das ganze Argument erscheint mir so absurd und hat so wenig mit dem Thema zu tun, daß ich nur deshalb darauf Bezug genommen habe, weil es für die Betrachtung der Funk tionen der Frauen in der Beschützung und der Aufrechterhaltung der Staaten einen bequemen Anknüpfungspunkt bietet. 41