42 im Zukunftsstaate vorzustellen, so berückt ihn zu leicht der Gedanke einer Weibergemeinschaft nach Platonischem Muster, oder er erklärt, gleich einigen modernen Gelehrten und Anhängern des maskulinen Sozialismus, daß der Staat die Mütter zu unterhalten und auszuwählen habe. Natürlich malt diese Spielart des Sozialismus, die sich nicht verwehren kann, über die Gestaltung des zukünftigen Familienlebens einige, wenn auch vage Vorstellungen zu haben, die Familie hin und wieder ohne einige ihrer wesentlichsten Merkmale, und die Kritik des Philisters zeigt sich infolgedessen sehr entrüstet, obgleich er selbst weder in der Theorie noch in der Praxis so reine Absichten hegt wie der böse Sozialist. Die Erfahrung und der Geist der Frauen sind deshalb erforderlich, zu verhindern, daß der vom Familiengeiste getragene Staat seine Struktur nur von der Erfahrung der Männer empfange. Wer glaubt, daß die von mir angedeutete Tendenz den Sinn hätte, der Staat werde die Familie verdrängen, irrt sich, aber die Frauen allein werden dafür sorgen, daß dies nicht geschehe. Der politische Einfluß der Frauen wird sich sowohl der Erhaltung der Familie zuwenden als auch den sich vom Familiengeiste nährenden Staat unterstützen, zwischen tem porärer Notwendigkeit und dauernder Veränderung wird er zu unter scheidenwissen. Dieser Einfluß wird die Verpflegung von Schulkindern, die von ihren Eltern vernachlässigt werden oder durch die Armut der Familie hungern, nicht verwerfen, aber für die Obhut der Jugend wird ihm die Familie und nicht der Staat als Ideal vorschweben. Nach Kräften wird er sich deshalb bemühen, der Familie eine gesunde wirt schaftliche Grundlage zu schaffen, damit sie ihre Pflichten erfüllen könne. Es wird ihm keine großen Schwierigkeiten bereiten, den schein baren Dualismus einer Familie, die mit ihrer eigenen Wirtschaftsführung einem Familiencharakter tragenden Staate eingegliedert ist,aufzuheben. Außerdem wird der weibliche Geist auf dem Wege zum Sozialismus wertvolle Arbeit vollenden, indem er zwischen Eigentumsformen, die ihrer Natur nach von den Einzelnen und der Familie kontrolliert werden müßten, undFormen, die der gesellschaftlichen Aufsicht unter stehen sollten, Abstufungen vornimmt. Die Frau wird bei der Frie densstiftung zwischen den scheinbaren Feinden: Individualismus und Sozialismus, die dem Sozialismus gelingen muß, will er sich siegreich behaupten, behilflich sein, weil ihre Erfahrung und ihre sozialen Funk