Asebu 54 Ati daß 5 o/o unverbrennliche Stoffe darin enthalten sind. Bezüglich einiger technisch verwertbaren Aschen (Knochenasche, Holzasche) vgl. die ent sprechenden Aufsätze. Asebu (Easuiboku) sind die bitter schmek- kenden, giftigen Blätter der in China und Japan heimischen Andromeda japonica. Der wirk same Stoff, das Asebotoxin,Andrometoxin oder Andromedatoxin gehört zu den Glyko siden. Aseptin. Unter diesem Namen wird Bor säure für Konservierungszwecke verkauft. Doppelaseptin ist ein Gemenge von Borsäure und Alaun. Beide Mittel sind zwar wirksam, aber für Genußmittel zu verwerfen, da sie als gesundheitsschädlich anzusehen sind. Aseplinsäure, ein als Antiseptikum empfohle nes Gemisch von Salizylsäure, Borsäure und Wasserstoffsuperoxyd. Aseptol (Sozolsäure) nennt man die Lösung der Orthophenolsulfonsäure (i: 3), welche an Stelle der Karbolsäure und Salizylsäure als Anti septikum benutzt wird und den Vorzug der Mischbarkeit mit Wasser, Alkohol und Glyzerin besitzt. Asparagin,Amidobernsteinsäurcamid, NH 2 CO. C 2 H 3 (NH 2 )COOH, eine farblose, durchsichtige, in Wasser lösliche, in absolutem Alkohol un lösliche, widerlich schmeckende Kristallmasse, findet sich in vielen Pflanzen, namentlich im Spargel, der Altheewurzel, Zuckerrüben. Asphalt (Erdpech, Judenpech, Erdharz, Bergteer, lat. Asphalturn, frz. Bitume de Ju- döe, engl. Mineral pitch), ein aus schwarzen bis braunschwarzen, bei gewöhnlicher Temperatur harten und spröden, beim Erwärmen weich werdenden Stücken bestehendes Naturerzeugnis kommt in zwei Hauptsorten zum Verkehr. Der teurere syrische A. vom Toten Meer und aus der Gegend des Kaspischen Sees ist. rein schwarz, glatt und glänzend und zeigt deutlich musche ligen Bruch, während der amerikanische A. von Trinidad, Kuba und Venezuela diesen musche ligen Bruch nicht hat und mit einer stark ab färbenden braunen Schicht bedeckt ist. Außer dem findet sich noch A. gangförmig oder in feiner Verteilung als Bestandteil des Asphalt steins (s. d.), aus dem er mit Lösungsmitteln ausgezogen werden kann. Der von Mineral- stoffen befreite reine A., das sog. Bitumen, be steht als ein Zersetzungsprodukl organischer Stoffe nach Art des Petroleums in der Haupt sache aus festen Kohlenwasserstoffen, welche in Äther löslich sind, zum geringeren Teile auch aus sauerstoffhaltigen Verbindungen (Asphal- tene). Der in der Kälte spröde und geruchlose j A. nimmt unter gleichzeitigem Erweichen bei I höherer Temperatur einen charakteristischen bi tuminösen Geruch an. Das spez. Gew. liegt zwischen 0,98 und 1,3, der Schmelzpunkt bei etwa ioo°. Bei 230 0 destilliert ein Kohlenwasser stoff, das Petroien (C 10 H,,,) über, während Asphalten (C 30 H a2 O 3 ) zurückbleibt. An der Luft angezündet, verbrennt A. mit leuchtender, rußender Flamme. In Wasser ist er unlöslich, in Alkohol wenig, in Äther teilweise, in Benzin, Benzol, Terpentinöl völlig löslich. Das beste Lösungsmittel ist Chloroform. Der A. findet aus gedehnte technische Anwendung zur Herstel lung von schwarzen Lacken und, allerdings we niger geeigneten Malerfarben, als Ätzgrund von Kupferstichplatten und als wasserdichter Über zug von Dächern, Wänden und Kellerräumen. Beim Straßenbau bevorzugt man hingegen den Asphaltstein. — Von den zahlreichen Verfäl schungsmitteln sind in erster Linie die bei der Teerdestillation hinterbleibenden Peche (Holz teerpech, Steinkohlenteerpech) anzuführen, auch werden völlige Kunstasphalte aus den Rück ständen der Petroleumdestillation hergestellt. Die erstem lassen sich meist daran erkennen, daß sie bei der Behandlung mit Benzol, in wel chem Naturasphalt völlig löslich ist, eine erheb liche Menge von Kohlenstoff (bis zu 200/0 und mehr) hinterlassen, und beim Schütteln mit 960/oigem Alkohol eine stark gelbe, bläulich fluoreszierende Lösung geben. Die Petroleum asphalte unterscheiden sich häufig durch den geringeren Schwefelgehalt von dem Naturpro dukte, sind aber nicht immer mit Sicherheit nachweisbar. Asphaltstein, ein mit etwa 8—12 0/0 Bitumen getränkter bituminöser Kalk, der in der Schweiz (Val de Travers), in Frankreich (Seyssel) und bei Limmer in Hannover vorkommt, wird zur Herstellung von Asphaltstraßen (Stampfasphalt) benutzt und in Säcken in den Handel gebracht, Aspirin (lat. Acidum acetylosalicylicum, frz. Acide ac6tylsalicylique, engl. Acetylsalicylic Acid), ein weißes Kristallpulver vom Schmelz punkt 135 °, wird durch Erhitzen von Essigsäure mit Salizylsäure gewonnen und ist in chemischer Hinsicht Azetylsalizylsäure. Es dient als Ersatz der Salizylsäure bei der Behandlung von Ge lenkrheumatismus, Nervenleiden und zahlreichen anderen Krankheiten. Der Name ist gesetzlich geschützt. Aßmannshäuser, der beste deutsche Rotwein aus dem Rheingau, heller als die französischen Rotweine, jedoch von intensiverer Färbung als die meisten roten Ahrweine und von mildem Geschmack, enthält in 100 ccm etwa 10 g Alko hol, 3,5 g Extrakt und 0,6 g Säure. Asthmamittel. Zur Behebung der Atemnot werden in erster Linie die Blätter und das Ex trakt von Stramonium (s. Stechapfel) ange wandt, welche zwar nach Husemann nicht direkt auf das Atemzentrum einwirken, aber manchmal wegen ihres günstigen Einflusses auf das Gehirn Linderung herbeiführen. Sie gelan gen, vielfach auch im Gemische mit Belladonna (s. d.), Bilsenkraut (s. d.), Hanf (s. d.) und Opi um, entweder in Form voh Zigarren und Ziga retten (Cigarcttes antiasthmatiques d’Espic) oder auch als Räucherpulver (Asthmapulver, Asthma papier, Asthmaräucherkerzen), zur Anwendung. Neben den vorgenannten Drogen sind noch Salpeter, Jodkalium, Arsensäure, Chloralhydrat u. a. als Bestandteile von A. aufgefunden worden. Astralöl, ein aus Neuyork in den Handel kom mendes, sorgfältig raffiniertes Petroleum, ist völlig farblos, wasserhell und fast geruchlos. Das spez. Gew. beträgt 0,781, der Entflammungs punkt 68°. Ati (malaiisch), Galeh (sudanesisch), das rote feste Holz eines zur Familie der Rubiazeen gehörigen Baumes, Nauclea grandifolia, von