I •8/ in 2,8 kai bo: Ei: o,3 Jo, Ne sai fre I 2 Ul Fl ZU) oh ste ge wi ge —. mit Wasser erhaltene hellgelbe, sauer reagierende Flüssigkeit gibt mit verdünnter Eisenchlorid- lösung eine grüne Färbung, zum Unterschiede von der mit Wacholderteer erhaltenen Lösung, welche hierbei rot wird. B. wird äußerlich bei Hautkrankheiten und in der Volksmedizin ange wandt. Der rektifizierte B. (lat. Oleum be- tulinum rectificatum, frz. Essence de goudron de Bouleau, engl. Oil of Birch Tar), welcher die mit Wasserdampf flüchtigen Bestandteile enthält, ist hellgelb und wird gleichfalls gegen Haut krankheiten, ferner als Einreibung gegen Gicht und Rheumatismus und als Tierheilraittel ange wandt. Birkenwasser (Birkenwein, Birkenmet) ist ein schwach alkoholisches, kohlensäurehaltiges Getränk, das namentlich in Schweden, Norwegen, Kurland und Livland durch Anzapfen der Stäm me im Frühjahr und nachfolgende Flaschen gärung des mit etwas Zucker versetzten Saftes gewonnen wird. — B. wird auch als Zusatz zu Haarwässern vielfach verwendet, um den Haar wuchs durch Waschungen damit zu befördern. Birnbaumholz. (lat. Lignum piri, frz..Bois de poirier, engl. Bear wood), das Holz der ver schiedenen Abarten des Birnbaums, Pirus communis, ist fein, sehr dicht und mäßig hart, mit kleinen, nicht auffallenden Spiegeln und wenig hervortretenden Jahresringen, die et was wellig verlaufen. Das Mark erscheint auf dem Querschnitt rund und weiß und hat i—2 mm im Durchmesser. Das Kernholz ist gleichmäßig bräunlichrot, zuweilen etwas geflammt. Wegen seiner gleichförmigen Textur läßt es sich leicht und nach allen Richtungen hin, ohne auszu bröckeln, schneiden und wird daher gern zu Bildhauerarbeiten und Formen für den Zeug- und Tapetendruck sowie von Tischlern und Drechslern verarbeitet. Es schwindet nur wenig, läßt sich gut beizen und wird aus diesem Gründe auch zur Nachahmung von Ebenholz viel benutzt. Das Holz des wilden Birnbaums ist noch fester und dauerhafter als das des kultivierten. Beide sind leider dem Wurmfraß sehr unterworfen. Birnen (frz. Poires, engl. Pears). Die zum Kern obst gehörigen Früchte des Birnbaums, Pirus communis, kommen teils frisch, teils getrocknet und eingemacht in den Handel. Im frischen Zustande besitzen sie im allgemeinen eine ge ringere Haltbarkeit als die ihnen nahe ver wandten Äpfel und werden daher auch nicht so weit verschickt. — Man zählt über 700 Sorten und ordnet sie gewöhnlich in Sommerbirnen, Herbstbirnen und Winterbirnen oder auch nach der Verwendung in Mostbirnen, Koch birnen, Tafelbirnen. Durch den geringen Gehalt an Säure und den meist höheren Zucker gehalt unterscheiden sie sich von den Äpfeln. Besonders beliebte und bekanntere Sorten sind; Rettichbirne, Petersbirne, Butterbirne und Muskatbirne, von denen es wieder verschie dene Spielarten gibt. Über Aufbewahrung, Ver sendung, Trocknen usw. siehe unter Obst. Man verwendet B. ferner als Zusatz bei der Bereitung von Apfelwein und von Obstkraut (s. d.). Birnenäther, einer der gangbarsten Frucht äther, besteht aus einer alkoholischen Lösung von Essigsäureamylester, der auch unter dem Namen Birnenöl verkauft wird. Bindrotting Birnenäther unterscheidet man zwei-, drei- oder vicrdrähtigen B., nach der Farbe grauen oder rohen, weißen gebleichten, einfarbigen und zweifarbigen (z. B. grün und weiß, rot und weiß). Die Knäuel haben in der Regel 100 oder 200 g an Gewicht. Die stärksten Sorten heißen Kordel. Bezüglich des im Kriege aus Papier hergestellten B. vgl. Papiergarn. Bindrotting heißt im holländischen Handel das weibliche sogenannte spanische Rohr, das in t,8—2,4 m langen, einmal gebogenen Bündeln von too Stück in den Handel kommt. Das männliche heißt Handrotting. — Vgl. Spa nischrohr. Biomalz, ein mit großer Reklame in den Han del gebrachtes Nährpräparat unterscheidet sich von gewöhnlichem -Malzextrakt, abgesehen von einem geringen Zusatze von Phosphaten, ledig lich durch den höheren Wassergehalt und ent hält nach Pendler; Trockensubstanz . . 69,83 °/ 0 Zucker als Maltose . 50,94 „ Stickstoffsubstanz , . 4,54 n Asche 1,50 „ Phosphorsäure . . . 0,77 „ Kein Glyzerin und Saccharin. Bidson, ein ebenfalls mit großer Reklame an gepriesenes „Nähr- und Kräftigungsmittel“, ist nichts als ein Gemisch von etwa 30 °/o Kakao mit 70 °/o eines aufgeschlossenen Eiweißpräpa rates, wahrscheinlich Kasein. . Bei dem Preise von 4,80 M. für i kg stellt sich die Nährwert einheit sehr hoch, noch teurer als in Tropon. Biozithin, ein im wesentlichen aus Mager milchpulver und Lezithin bestehendes Nährmittel von nachstehender . Zusammensetzung: Wasser 7.73 °/o, Fett 4,740/0, Stickstoffsubstanz 39,24%, Asche 7,23 0/0, Gesamtphosphorsäure 2,27 %, Lezithinphosphorsäure 0,81 % (Lezithin 8,8s %), Milchzucker 33,890/0. 100 g kosten 3,20 M. Birkenholz (lat. Lignum betulae, frz. Bois de bouleau, engl. Birch-wood), das Holz verschie dener Birkenarten, besonders der gewöhnlichen Weißbirke (Betula alba), zeichnet sich durch geringe Härte, Leichtigkeit und Zähigkeit aus, trocknet aber schwer aus, quillt leicht auf, fault im Freien und unterliegt dem Wurmfraß. Das im jungen Zustande weiße, im älteren rötliche Holz, dessen sehr feine Spiegel kaum zu er kennen sind, wird als Werkholz, zu Wagenteilen und Stühlen und als sehr gutes Brennholz be nutzt. Die Zuckerbirke (B. lenta) liefert ein schön rosenrotes, in Nordamerika verarbeitetes Nutzholz. Birkenrinde von der Weißbirke wird zum Gerben angewandt. Birkenteer (Birkenöl, Litauer Balsam, Dag- get. Doggert, Dziegiec, lat. Oleum betuli- num, Oleum rusci, frz. Huile de bouleau, Huile russe, engl. Birch-oil), eine braunschwarze, ziem lich dickflüssige Masse von eigentümlichem Ge rüche. wird in Rußland in großer Menge durch trockene Destillation der Birkenrinde bereitet und bei der Herstellung des Juchtenleders an gewandt, welches hierdurch seinen aromatischen Geruch erhält. Sie enthält als wirksame Be standteile eine Reihe von Phenolen wie Guaja- kol, Kreosol, Kresol und löst sich vollständig in Äther, Chloroform, Benzol und Terpentinöl, hingegen nur teilweise in Benzin, Kalilauge, Al kohol, Eisessig und Anilin. Die beim Schütteln