Chrysaminsäure Coquillas 83 (s. d.), die durch Kuppelung von Salizylsäure mit diazotiertem Tolidin bzw. Benzidin entstehen. Chrysaminsäi.re(Te trän; trochrysazin), eine aus Aloe durch Erhitzen mit Salpetersäure dar stellbare organische Säure, erscheint in kleinen, gelben, glänzenden Blättchen von bitterem Ge schmack, die in Wasser nur wenig mit purpur toter Farbe löslich sind. Vgl. ferner Aloefarb stoffe. Chrysanilin, eine stickstoffhaltige organische Base, die sich unter den bei der Fuchsinbereitung entstehenden Nebenerzeugnissen findet und eine der im Handel vorkommenden Arten von Ani Bngelb bildet, ist ein gelbes, in Wasser fast Unlösliches Pulver, löst sich aber in Alkohol und Äther. Chrysarobin (Chrysarobinum), ein Derivat der Chrysophansäure (s. d.), findet sich in der Äraroba (s. d.), aus welcher es durch Auskochen mit Benzol rein dargestellt wird. Ch. bildet ein Selbes, geruch- und geschmackloses, mikrokristal linisches Pulver vom spez. Gew, 0,920, welches bei 170—178° schmilzt und in der Medizin zur äußerlichen Behandlung verschiedener Haut krankheiten angewandt wird. Es darf als Heil mittel nur in Apotheken verkauft werden. Chrysaurein, ein zur Gruppe der Azofarben gehöriger. Teerfarbstoff von orangegelber Farbe, S °U mit Orange II identisch sein. Chrysen, C 18 H 12 , findet sich in den höchst siedenden Teilen des Steinkohlenteers in Form "'eißer Kristalle vom Schmelzpunkt 250 0 . Chryseolin (Chrysoin, Tropäolin R, Re- s °rzingelb), ein zur Gruppe der Azofarben gehöriger gelber Teerfarbstoff, Dioxyazoben- ‘‘olparasulfosaures Kali, wird durch Behänd- hing von Dioxyazobenzol mit konzentrierter Schwefelsäure oder auch von Paradiazobenzol- sulfosäure mit Resorzin erhalten. Der Farbstoff erscheint in orangegelben Blättchen, die in kal- te m Wasser schwer, in heißem leicht löslich sind, Jmd färbt Seide und Wolle schön gelb mit einem btich ins Orange. Chrysoberyll (Chrysopal, frz. Chrysoberil), eitl glasglänzender Schmuckstein von spargel grüner, ins Grünlichweiße und Olivengrüne über gehender Farbe, der zur Gruppe der Spinelle i" 11 rechnen ist und aus Tonerde und Beryllerde fi hst Spuren von Eisen besteht, findet sich als eschiebe im Sande der Flüsse in Birma, Bor- e °. Zey’.on, Brasilien und Sibirien. Ausgezeich- gefärbte Stücke werden in Brillantform ge j^hliffen und gewöhnlich mit Goldfolie unterlegt, o schillernden erhalten den kappenförmigen Schnitt. s Chrysoidin (Diamidoazobenzolchlorwas- er stoff, salzsaures Diamidoazobenzol), ein -j. r Gruppe der Azofarbstoffe gehöriger gelber ^rfarbstoff, wird durch Einwirkung von Meta- ä er >ylendiamin auf salzsaures Diazobenzol ^■■gestellt. Es löst sich in Wasser und färbt g °lle und Seide sowie mit Tannin gebeizte Di Urr V' v °lle goldgelb, etwas ins Orange ziehend, steh “ e ’P e konzentrierte, wäßrige Lösung ge- t beim Erkalten zu einer blutroten Gallerte. g r , . r ysolin, ein Teerfarbstoff, welcher durch und n en Von Resorzin mit Phthalsäureanhydrid sjT. Benzylchlorid bei Gegenwart von Schwefel- e und nachfolgendes Sättigen mit Natron erhalten wird, also die Natron Verbindung des Benzylfluoreszeins, kommt in Form eines rotbraunen Pulvers oder rotbrauner Stücke in den Handel, die nach Benzylchlorid riechen und mit Wasser braune, grün fluoreszierende Lösun gen liefern. Es dient zum Gelbfärben von Seide und Wolle, nicht von Baumwolle. Chrysolith. Mit diesem Namen werden zu weilen die gelbgrünen Saphire, und als orien talische Ch. die Chrysoberylle bezeichnet. Der wirkliche oder edle Ch. ist Olivin (s. d.). Chrysophansäure (lat. Acidum chrysopha- nicum, frz. Acide chrysophanique, engl. Chryso- phanic acid), eine in verschiedenen Pflanzen vor kommende organische Säure, wurde früher, be vor man die Identität dieser Substanzen kannte, mit verschiedenen Namen: Rhein, Rhabarbe rin, Rhabarbergelb, Rumizin, Lapathin und Parietinsäure, belegt und besteht wie diese aus Dioxymethylanthrachinon, C u H 5 . 0 2 ;CH 3 )(0H) 2 . Sie wird medizinisch verwendet und zu diesem Zwecke aus dem in der Araroba enthaltenen Chrysarobin dargestellt, das eine reichlichere Ausbeute liefert als Rhabarber, Senna und Parmelia parietina. Die Ch. ist früher für identisch mit dem Chrysarobin gehalten und häufig mit ihm verwechselt worden. Es hat sich aber gezeigt, daß die eigentümliche Wirkung auf die Haut nicht der Ch., sondern dem Chry sarobin zukommt, aus dem sie durch Oxydation entsteht. Die Ch. bildet ein fein kristallinisches, geruch- und geschmackloses Pulver von orange gelber Farbe, oder auch goldgelbe Kristall blättchen, die kaum in Wasser, leicht in heißem Alkohol, Äther und Benzin löslich sind. Bei ihrer Verwendung muß man sich hüten, etwas an die Augen zu bringen, weil dadurch heftige Entzün dungen entstehen. Chrysophenin, ein orangegelber Azofarbstoff, der in kochendem Wasser leicht löslich ist und Baumwolle im Seifenbade gelb färbt, besteht aus dem Natronsalze des Diamidostilbendisulfosäure- disazodiphenoläthyläthers. Chrysopras, ein durch Nickeloxydulhydrat apfelgrün gefärbter Chalzedon, wird als Halb edelstein verwandt. Chrysorin, eine aus 72 Teilen Kupfer und 28 Teilen Zink bestehende Messingsorte, ist in der Hitze schrhiedbar und wird zu Luxusartikeln verwandt. Cibils Fleischextrakt ist ein flüssiges Fleisch präparat mit 66 tyo Wasser, 15 °/o Kochsalz und erheblichen Mengen Albumosen. Cold-cream nennt man weiße Pomaden, welche die Haut fein und geschmeidig erhalten, auf gesprungene Lippen und andere kleine Wunden heilen sollen. In der Grundlage bestehen sie aus weißem Wachs und Walrat mit Verdünnungs mitteln, wie Mandelöl, Schweineschmalz oder Lanolin, die unter Umständen mit andern Stoffen versetzt oder parfümiert werden, wie z. B. Rosen-, Mandel- (mit Bittermandelöl), Kampfereis, Gurken pomade (mit Gurkenessenz), Glyzerine-cream. Coquillas (Lissaboner Kokosnüsse), die harten Fruchtschalen einer brasilianischen Pal me, Attalea f unifera, welche denen der eigent lichen Kokosnüsse in Gestalt ähnlich, aber weit kleiner und sehr dick sind, dienen wie jene zu kleinen Drechsler- und Schnitzarbeiten.