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XXI  7.

welches  sich  überdies  an  das  französische  Publikum  wendet,
die  technische  Seite  des  Gegenstandes  nicht.  Zudem  ist
dieses  letzte  Buch  in  der  ebenso  irrtümlichen  wie  festen
Überzeugung  geschrieben  worden,  dafs  der  damals  auf  der
Tagesordnung  der  eidgenössischen  Räte  stehende  Zentralbankentwurf ­
  vom  Volke  angenommen  werden  und  eine  endgültige
Regelung  der  Angelegenheit  mit  sich  bringen  würde.  Der
betreffende  Entwurf  ist  aber  im  Juni  1901  schon  im  Schofse
der  Bundesversammlung  durchgefallen.  Dies  Ereignis  bedeutet
einen  Abschnitt  in  der  Geschichte  des  schweizerischen  Banknotenwesens. ­
  Eine  neue  Periode  fängt  an,  wo  nach  einer
anderen  Lösung  gesucht  werden  mufs.
In  Anbetracht  dieser  Tatsachen  scheint  es  uns  angebracht,
ein  Gesamtbild  der  Frage  und  ihrer  Aussichten  zu  geben.  Und
zwar  werden  wir:
1.  die  Geschichte  der  Zentralbankfrage  kurz  wieder
aufnehmen,  um  sie  bis  auf  die  Gegenwart  zu  führen  und
dabei  die  Ursachen  feststellen,  an  welchen  die  Gründung
eines  zentralen  Noteninstitutes  immer  wieder  gescheitert  ist.
2.  im  Studium  der  heutigen  Notenbank-  und  Geldmarktverhältnisse ­
  die  Antwort  auf  die  Frage
suchen,  ob  die  gegenwärtigen  Zustände  wirklich  unhaltbar
sind  und  einer  Zentralisation  bedürfen.
3.  vorausgesetzt  dafs  diese  Frage  bejaht  wird,  untersuchen,
in  welcher  Riehtung  eine  Reform  wünschenswert ­
  und  möglich  wäre.
Bei  der  Bearbeitung  dieser  Schrift  haben  wir  hauptsächlich
amtliche  Dokumente  benutzt,  nämlich  all’  die  die  Frage  betreffendenBerichte
  des  Finanzdepartements,derBotschaften
  des  Bundesrates,  die  Kommissionsprotokolle
und  stenographischen  Bulletins  der  Bundesversammlung ­
  etc.  .  .  .,  dann  wohl  am  meisten  die  Zeitschrift  für
schweizerische  Statistik  und  die  Berichte  des
schweizerischen  Handels-  und  Industrievereins  .  .  .
Näheres  über  unsere  Quellen  werden  wir  überdies  im  Laufe
unserer  Darlegung  angeben.
Was  unsere  Auffassung  von  der  Natur  des  Problems  und
die  Methode  anbetrifft,  so  werden  wir  den  Umstand,  dafs  wir
mit  einer  praktischen  Angelegenheit  zu  tun  haben,  nicht  aus
den  Augen  verlieren.  Von  gewisser  Seite  sind  mehrfach,  nicht
ohne  Bitterkeit,  auf  diejenigen  Anspielungen  gemacht  worden,
welche,  nur  störend  und  hemmend  wirkend,  in  eine  rein  ökonomische, ­
  banktechnische  und  als  solche  zu  behandelnde  Frage
politische,  fiskalische  und  soziale  Rücksichten  durchaus  hineinmischen ­
  wollen.  Dem  gegenüber  müssen  wir  von  vornherein
den  Standpunkt  behaupten,  dafs,  so  sehr  eine  solche  Absonderung
in  der  theoretischen  Wissenschaft  möglich  und  nützlich  sein