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aber  gegen  sich  die  entgegengesetzten  Gruppen.  Zugleich  von
den  einen  als  zu  hart  und  von  den  anderen  als  nicht  entschieden ­
  genug  bezeichnet,  wurde  sie  in  der  Volksabstimmung
vom  April  1876  mit  einer  Mehrheit  von  73000  Stimmen  verworfen. ­

Im  Juli  desselben  Jahres  beschlofs,  um  strengeren  Bestimmungen ­
  seitens  des  Bundes  zu  entgehen,  die  Mehrzahl  der
Banken  (24  von  35),  freiwillig  gemeinsame  Mafsregeln  zu  treffen.
Sie  bildeten  ein  Konkordat,  wodurch  sowohl  der  wechselseitige ­
  Noten-  als  der  Mandat-  und  Inkassoverkehr  reguliert
und  erleichtert,  die  Natur  aber  der  Banknote  selbst  nicht
gekräftigt  wurde.
Bald  darauf,  im  April  1879,  beauftragte  die  Bundesversammlung ­
  den  Bundesrat  mit  der  Bearbeitung  eines  neuen
Gesetzentwurfs  in  Ausführung  des  Art.  39.
Doch  entstand  nun  eine  Bewegung,  die,  wenn  sie  auch
einstweilen  scheiterte,  die  grofsen  Fortschritte  unzweifelhaft
bewies,  welche  der  Gedanke  einer  Monopol  -  Staatsbank  im
Volke  gemacht  hatte.  Der  Dr.  Joos  von  Schaffhausen
hatte  nämlich,  im  Juni  1879,  im  Nationalrate  eine  Motion
entwickelt,  die  darauf  hinausging,  dafs  der  Art.  39  aufgehoben, ­
  und  das  Recht,  Banknoten  bezw.  Kassenscheine
auszugeben,  dem  Bunde  allein  Vorbehalten  werden  sollte 11 .
Nachdem  sie  ohne  Diskussion  abgelehnt  worden  war,  und  der
Doktor  sich  nach  der  Sitzung  vor  mehreren  Kollegen  vermessen ­
  hatte,  er  würde  „ein  Feuerlein  anzünden,  das  über
die  ganze  Eidgenossenschaft  hinleuchten  werde“,  gelang  es
ihm  in  der  Tat  in  wenigen  Wochen,  dank  der  Mitwirkung
von  Theodor  Curti  und  anderen  Sozialisten,  52  000  Unterschriften ­
  zu  sammeln,  welche  das  Monopol  zu  Gunsten  des
Bundes  verlangten  *  11  12 .  Die  ganze  Bewegung  war  weniger  durch

Gedanken  über  die  Banknotenfrage.  Nationalrat  Keller
von  Fischenthal.  Bern  1875.
Kapport  4  la  sociöte  industrielle  et  commerciale  du
canton  de  Vaud,  sur  la  question  des  billets  de  banque
en  Suisse.  Lausanne  1875.
Das  Bankwesen  der  Schweiz  und  des  Auslandes.  Von
J.  J.  Pfau.  Zürich  1875.  Anregung  zur  Gründung  eines  schweizerischen ­
  Olearing-House.
11  Siehe  einen  Aufsatz  des  Dr.  Joos  in  der  „Schweizerischen
Handelszeitung“  vom  19.  Nov.  1879.
12  Siehe:  Schweizerische  Zeitfragen.  Heft  9.  Zürich  1880.
„Dichtung  und  Wahrheit  oder  der  Banknotenspektakel  in  der  Schweiz
im  Herbst  1879“  von  Nationalrat  und  Bankdirektor  in  Solothurn  Simon
Kaiser.
Das  Banknotenmonopol,  die  Schweizerische  Landesbank ­
  und  die  Initiative.  Rede  von  Th.  Curti.  Zürich  1879.
Argumente  gegen  das  Banknotenmonopol.  Antwort  auf
«ine  Rede  des  Herrn  Th.  Curti.  Luzern  1879.
Rechtsgutachten  in  Banknotenfragen  von  W.  Endemann