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Herrschaft  von  Grofsaktionären  und  Börsenmatadoren  dem
Geiste  der  Bürger  warnend  vorzuhalten 30 .
Das  Gesetz  kam  am  28.  Februar  1897  zur  Volksabstimmung
und  wurde  mit  rund  256  000  gegen  196  000  Stimmen  verworfen. ­

Es  schien,  als  habe  für  die  Gegner  der  dotierten  Staatsbank ­
  die  rechte  Stunde  geschlagen,  um  in  den  Vordergrund
zu  treten.  Im  März  1898  reichte  infolgedessen  dem  Bundesrat
der  Handels-  und  Industrieverein  einen  Bankentwurf  ein 81 .
Die  Nationalbank  hätte  ihren  Hauptsitz  in  Zürich
(Art.  3).
Das  Grundkapital  würde  50  Millionen  Frk.  betragen
(Art.  4).
Davon  würden  *  2  3 /s  den  Kantonen  im  Verhältnis  ihrer
Wohnbevölkerung  und  Vs  den  bisherigen  Emissionsbanken ­
  im  Verhältnis  ihrer  effektiven  Notenemission  vom
31.  Dezember  1897  zur  Zeichnung  Vorbehalten  sein.
Die  übrigbleibenden  2 /s,  sowie  ein  allenfalls  von  den
Kantonen  bezw.  von  den  Emissionsbanken  nicht  gezeichneter
Rest  würden  zu  öffentlicher  Zeichnung  aufgelegt  werden
(Art.  5).
Von  dem  Betrag,  welchen  die  Gewinn-  und  Verlustrechnung ­
  als  Reingewinn  aufweisen  würde,  sollten  voi’ab  15°/o
in  den  Reservefonds  fallen.  Von  dem  Mehrbetrag  würde  dem
Grundkapital  ein  Zins  von  4°/o  ausgerichtet  werden.  Ein
allfälliger  Fehlbetrag  wäre  aus  dem  Reservefonds  zu  ersetzen,
soweit  dieser  dazu  ausreicht.  Der  Rest  des  Reingewinns

t  C ?“ tre  la ,  hapque  d’etat,  par  F.  Lombard.  Genfeve  1896.
Le  tre sor  de  Berne  en  1905.  Abdruck  aus  der  Bibliothöque
universelle.  Lausanne  1896.
Nationalrat 1 ’t!  1896?  KriegSgefahr  ™  Wattenwyl,
^ur  Pagesfrageü  1)  Gegen  die  Staatsbank  von  J.  v.  Wattenwyl. ­

2)  Der  Sprung  ins  Ungewisse  von  Nationalrat ­
  v.  Steiger.
3)  Eidgenössische  Staatsbank  und  Berner
Kantonalbank  von  Grofsrat  Dürrenmatt.
r  ,  Bern  1896.
Gpvon  P ar  Ed.  Chavanr.es.  Lausanne  1897.
K.mfmüvmU.a.  t  V 1  ta  ank.  Vortrag  von  Em  i  1  Richa  rd,  Sekretär
dei  Kaufmännischen  Gesellschaft.  Zürich  1897.
lung  Bernischer  Grofsme.  BeruMg"“' 1  Diskussi ° n  in  der  Versaram -
Die  Bundesbank.  Rede  von  Bundesrat  Hauser.  Abdruck
aus  dem  Landboten  u.  Tageblatt  von  Winterthur.  Zürich  1897.
31  Der  Vorort  des  betreffenden  Vereins  hatte  schon  im  März  1897
Lrundzuge  für  eine  Zentralnotenbank  ausgegeben.  Vondiesem
Projekt,  nach  welchem  die  bestehenden  Banken  oder  die  Kantone  das
Kapital  auf  bringen  sollten,  weicht  das  zweite  ziemlich  wesentlich  ab.
Forschungen  XXI  1.  —  Godet.  2