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kung  einer  erlangten  Stellung,  Ergänzung  erworbener  Privilegien. ­

Und  wo  endlich  eine  Zentralbank  sich  hat  ausbilden  und
das  Monopol  sichern  können,  da  war  diese  Erscheinung  Produkt ­
  und  Ausdruck  einer  stärkeren  politischen  und  wirtschaftlichen ­
  Konzentration,  in  welcher  sie  ihre  mehr  oder  weniger
notwendigen  Vorbedingungen  fand.  Man  vergleiche  nur  die
Verhältnisse  in  Frankreich  mit  denen  in  den  Vereinigten
Staaten  u .  Und  was  das  eigentümliche  Beispiel  Deutschlands
betrifft,  glaubt  etwa  jemand,  dafs  eine  als  künftige  Monopolbank ­
  gedachte  Reichsbank  im  Jahre  1875  hätte  errichtet
werden  können,  wenn  nicht  Preufsen  und  in  Preufsen  Berlin
politisch  und  ökonomisch  ein  entschiedenes  Übergewicht  gehabt
hätten,  und  wenn  nicht,  als  Ausdruck  dieses  Machtverhältnisses,
die  bereits  als  Zentralbank  fungierende  Preufsische  Bank
existiert  hätte?  Hätte  man  unter  solchen  Umständen  eine
Reichsbank  schaffen  wollen,  so  wäre  man  schon  an  der  Frage
des  Banksitzes  ins  Stocken  geraten.
Nun  aber,  ein  ähnliches  Bild,  wie  Deutschland  unter
solchen  Umständen  gezeigt  hätte,  bietet  gerade  heutzutage  die
Schweiz.
Wenn  auch  dieselbe  nicht  mehr  der  Staatenbund  von
ehemals  ist,  so  ist  sie  einstweilen  noch  —  man  hätte  es  lieber
anders  oder  nicht  —  ein  Bundesstaat.  Die  Verfassung
von  1874  läfst  den  Dualismus  zwischen  Bund  und  Kantonen
bestehen  und  nennt  die  letzteren,  trotz  aller  Einschränkung
ihrer  Kompetenzen,  souveräne  Staaten.  Wenn  wir  also
sagen,  dafs  die  Kantone  noch  existieren,  so  drückt  dieser  Satz
weder  einen  Wunsch  noch  ein  Bedauern  aus,  sondern  eine
Tatsache.  Nun  führen  wohl  unter  ihnen  einzelne  eine  leitende
Rolle,  aber  kein  einziger  hat  zu  allen  übrigen  eine  dominierende
Stellung  einzunehmen  vermocht,  und  eine  wesentliche  Verschiebung ­
  dieser  Verhältnisse  ist  nicht  zu  erwarten.  Besitzt
etwa  Bern  in  politischer  Hinsicht  den  ersten  Rang,  so  steht
es  wieder  in  ökonomischer  Hinsicht  hinter  Zürich  zurück,  so
dafs  eine  Ausgleichung  stattfindet.  Und  der  Stadt  Zürich
wieder  machen  Genf  und  Basel,  gerade  besonders  als  Bankplätze, ­
  den  Vorrang  auf  dem  Handels-  und  Industriegebiete
streitig.  Denn  auf  demselben,  noch  mehr  als  auf  dem
politischen,  bietet  die  Schweiz  das  Bild  der  Dezentralisation.

14  Eine  Monopolbank  hat  in  den  Vereinigten  Staaten  nie  existiert.
Wohl  ist  in  der  Periode  1782—1836  eine  „United  States  Bank“
dreimal  ins  Leben  gerufen  worden.  Diese  Unionsbank  ist  doch  jedesmal ­
  nur  nominell  eine  Zentralbank  gewesen,  indem  sie  in  der  Tat  absolut ­
  keinen  leitenden  Einfluls  zu  erlangen  vermochte,  —  was  schon
aus  dem  Umstande  zu  ersehen  wäre,  dafs  z.  B.  während  des  Bestehens
der  letzten  die  Zahl  der  Notenbanken  von  ungefähr  300  auf  über
700  stieg.