27 Größe errichten, um nötigenfalls für den Staatsbedarf mindestens 2000 t Steinkohle jährlich zur Verfügung zu stellen. Die Frist der Errichtung des Werkes war auf zwei Jahre festgesetzt. Die Gegen leistungen des Staates waren sehr bedeutend. Die Gesellschaft bekam unentgeltlich ein Grundstück (ca. 18000 Dessjatinen) längs des Flusses Kalmius im Gouvernement Jekaterinoslaw und an der Eisenbahn Charkow-Asow mit reichen Steinkohlenlagern, teilweise auch mit Eisenstein. Dann verpflichtete sich die Regierung, eine Prämie für 300000 Pud Schienen jährlich und auf die Dauer von zehn Jahren in der Höhe von fünfzig Kopeken (Silber) pro Pud zu bezahlen. Hughes hatte auch das Recht bekommen, alle für den Eisen werkbau nötigen Materialien zollfrei aus dem Auslande zu beziehen. Ferner wurde von der Regierung eine Konzession zum Bau einer Eisenbahnlinie von 85 Werst Länge an die Gesellschaft erteilt, wozu die Regierung nicht nur drei Viertel der für den Eisenbahnbau nötigen Summe zinsfrei darlieh, sondern auch eine 5°/ 0 ige Verzinsung des vierten Viertels garantierte 1 . Trotz verschiedener Hindernisse hat Hughes mit großer Energie den Bau des Werkes zu Ende geführt. Alle Maschinen und Ein richtungen wurden von England geliefert und dann mehr als hundert Werst weit von der Küste des Asowschen Meeres mit Ochsen transportiert. Als Arbeitskräfte wurden teils englische Arbeiter, teils das frühe! e Personal der Staatswerke in Lugansk und Lissitschansk herangezogen. Nach Beendigung aller Vorbereitungen fand am 24. April 1871 die erste Verhüttung des Roheisens statt 2 . Wegen einer Hochofenbeschädigung mußte aber die Verhüttung bald ver tagt werden; sie begann erst wieder am Anfang des Jahres 1872. Nachdem die erste Bestellung von 2100000 Pud Eisenschienen für die Regierung, wie auch eiue andere von 750842 Pud für Private ausgeführt worden war, bekam Hughes weitere Bestellungen seitens der Regierung von 2700000 Pud — jetzt Stahlschienen 3 . Darum mußte er sein Werk erst der Stahlschienenproduktiou anpassen, doch wurde auch diese Schwierigkeit bald überwunden. Seitdem nahm die Tätigkeit des Werkes immer größeren Umfang an. Es betrug in 1000 Pud: Jahr Roheisenproduktion Schienenproduktion 1875 435 362 1880 806 451 1885 1961 . 1581 1 lelkner, a, a. 0., S. 124; Isslawin, Überblick über die Steinkohleo- und Eisenerzindustrie des Donezbassins, St. Petersburg 1875. S. 20 u 21 (russisch). 2 Dehn, a. a. 0., S. 122. 3 Brandt, a. a. 0., S. 48.