41 Jahre 1892 als eine reine Eisenerzexport-Gesellschaft bestehen. In diesem Jahre wurde ein relativ kleines Hüttenwerk mit zwei Hochöfen ­ in Krivoj-ßog erbaut. Das Werk hatte die Aufgabe zu erfüllen, ­ die minderwertigen und dadurch transportunfähigen Erze am Gewinuungsorte zu verhütten. Die Gesellschaft kaufte im Jahre 1890 die Steinkohlengruben im Donezbassin bei Almasnaja an, um die Verhüttung mit eigener Steinkohle zu ermöglichen 1 . Alle diese Vergrößerungen der Unternehmung erfolgten ohne Vergrößerung des Aktienkapitals, was uns die große Sparsamkeit und Vorsicht der Leitung zeigt. Im Zusammenhang damit waren auch die ersten Dividenden relativ niedrig; sie überschritten gewöhnlich nicht 5 u / 0 . Die Hauptbedeutung der Gesellschaft beruht auf der Eisenerzgewinnung. ­ Diese Gesellschaft erscheint immer noch als der bedeutendste ­ Lieferant von Eisenerzen, obwohl die frühere Monopolstellung ­ durch die Entwicklung der Eisenerzförderung in den verschiedenen Orten der Krivoj-Bog-Gegend bald verloren gegangen war. In der Mitte der 90er Jahre schloß die Gesellschaft eine Keihe von neuen Kontrakten mit den Grundbesitzern der Gegend ab. Unter anderen bildete sie mit zwei Gesellschaften das sog. Syndikat, das gemeinsame Pachtung und Förderung von Eisenerzen zum Zwecke hatte. Auf diese Weise wurde auch der kultivierte Boden von der Gemeinde Krivoj-Eog im Jahre 1895 gepachtet. Das Pachtgeld betrug 1 Kop. pro gewonnenes Pud; dazu wurde den Bauern ein jährliches Minimaleinkommen garantiert. Diese Form der Pachtung ist auch für die meisten anderen Kontrakte typisch. In der unmittelbaren Nachbarschaft der Eisenerzlager von Krivojßog waren keine anderen Eisenwerke entstanden, hauptsächlich deswegen ­ nicht, weil die Gegend sehr entfernt von Kohlengruben ist, und weil die wichtigsten Eisenbahnlinien sie nicht berühren. Eine andere Gegend, die im Zusammenhang mit den Krivojßog-Eisenerzen steht, deren Lage aber bedeutend günstiger ist, ist die Stadt Jekaterinoslaw mit Umgehung. Diese Stadt liegt ungefähr 175 Werst von Krivoj-ßog und etwa 300 Werst von den Donez-Kohlengruben entfernt, Sie liegt an dem Kreuzungspunkt der Jekaterinoslawer Bahnlinie und des Dniepr. Von dieser Stelle stromaufwärts ist der Dniepr vollständig schiffbar, was die Verbindung mit den wichtigsten Städten und Orten Mittelrußlands erleichtert. Außerdem kreuzt die Jekaterinoslawbabn in geringer Entfernung eine der Hauptadern Südrußlands ­ — die Linie Moskau—Kursk - Charkow—Sewastopol. — Endlich erscheint sie als ein natürlicher Haltepunkt für die nach Süden strömenden Arbeitermassen, wodurch die Anwerbung der nötigen Arbeitskräfte, die besonders früher sehr große Schwierigkeiten verursachte, erleichtert wird. Unter allen diesen Verhältnissen hat 1 Trasenster, a. a. 0., S. 180.