49 damals infolge der großen Roheisennachfrage und der hohen Preise sehr vorteilhaft war. Die Gesamtzahl der Werke, die im Donez bassin gegründet wurden, beläuft sich auf 10, sodaß das Donez bassin als das wichtigste Eisenindustriegebiet im Süden betrachtet werden muß. Außer diesen Gesellschaften, die sich alle mehr oder weniger mit Roheisenverhüttung beschäftigten, war hier auch eine Reihe reiner Walzwerke und Maschinenfabriken entstanden. Diese be schäftigten sich mit der weiteren Bearbeitung von Roheisen. Das größte von ihnen ist die „Russische Maschinenbau-Gesellschaft Hartmann“. Die Gesellschaft wurde im Jahre 1896, teilweise von russischen, teilweise von deutschen Kapitalisten (Hartmann A.-G. und Dresdner Bank) gegründet. Das Aktienkapital von 6000000 Rbl. wurde später auf 9 000000 Rbl. erhöht. Die Maschinenfabriken entwickelten sich zusammen mit den neuen Werken und in Ab hängigkeit von ihrer Gründung. Die bedeutendsten unter diesen ist die „Wilde und Neuw“ (Taganrog), die „Maschinenfabrik in Jekate- rinoslaw“ (eine Filiale der rheinischen Duisburg-Werke), und die „Kramatorowskaja A.-G“. c) Das Gebiet um das Asowsche Meer. Das Gebiet ist in unmittelbarer Abhängigkeit von den Kertsch-Eisenerzlagern entstanden. Die Erze waren, wie erwähnt, schon längst entdeckt worden, ihre ordentliche Verhüttung aber wurde wegen des großen Phosphorgehaltes erst nach der Erfindung des Thomasprozesses ermöglicht. Das Gebiet ist erst am Ende der 90er Jahre zur Entwicklung gekommen. Die Gründungstätigkeit griff von den beiden anderen Gebieten hierher über, nachdem die Preise der Krivoj-Rog-Eisenerze am Ende der 90er Jahre so hoch gestiegen waren,, daß die Verarbeitung der dortigen armen Erze gewinnbringend erschien. Das nötige Heizungsmaterial bezieht das Gebiet aus dem Donezbassin. Es wurden 4 Werke ins Leben ge rufen. Eines dieser Werke befindet sich nicht weit von der Stadt Kertsch, drei andere an der Küste des Asowschen Meeres bei den Städten Taganrog und Mariupol. Im Jahre 1896 wurde hier die „Nikopol-Mariupol A.-G.“ mit einem Aktienkapital von 6 750000 Rbl. gegründet. Die Gründer waren hauptsächlich Amerikaner („Soud de L’I.llinois Steel c-ny“). Das Werk wurde nicht weit von Mariupol erbaut. Die Gründung des Werkes kann als ein gutes Beispiel der damals herrschenden Spekulationstätigkeit dienen. Sie ist sehr merkwürdig vor sich ge gangen. Es gelang der Gesellschaft von Anfang an, eine große Staatsbestellung auf Naphtarohre für die Wladikaukasus-Bahn zu bekommen, zu der Zeit, wo das Werk und die Gesellschaft selbst 4 Sawelieff.