56 schiedene andere wichtige technische Erfindungen auf dem Gebiete der Eisengewinnung und Verarbeitung. Alles das bewirkte eine massen hafte Eisenproduktion und die Herabsetzung der Herstellungskosten. Selbstverständlich wurden alle diese Entdeckungen in der neu entstandenen siidrussischen Eisenindustrie von Anfang an berück sichtigt. Als Folge davon ergab sich eine große Produktivität der Arbeitsprozesse. Die anderen Gebiete Rußlands stehen in dieser Hinsicht bedeutend zurück. Am schwierigsten vollzog sich die tech nische Revolution in den alten Gebieten und besonders im Ural. Folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Produktivität der Hoch öfen in, beiden obengenannten Gebieten 1 : Jahr Roheisenverhüttung pro Ofen in 1000 Pud 1882 - 85 1886—90 1891—96 1896-1900 1901 Ural 196 230 282 330 362 Süden 207 628 1141 1892 2190 Ein gleiches Übergewicht des Südens ist hinsichtlich der Maschinenzahl und der Maschinenkraft zu ersehen. Es betrug im Jahre 1894 1 2 : Zahl der Zahl der Dampfmaschinen Pferdekräfte Ural 328 15030 Süden 253 25 269 Wenn also im Uralgebiet auf jede Maschine im Jahre 1894 durchschnittlich 45 Pferdekräfte kamen, so erhöhte sich diese Zahl für den Süden auf durchschnittlich 100. Auch die technische Konzentration ist im Süden höher und ihre Entwicklung geht schneller vor sich als im Ural 3 : 1891 1901 Zahl der Durchschnittl.Roh- Zahl der D urchschnittl. Roh- Werke eisenverhüttung Werke eisenverhüttung Ural 63 475 T. P. 75 651 T. P. Süden 4 3809 ,, „ 15 6114 „ „ Besonders wichtig ist es, daß die südrussische Eisenindustrie eine rein großkapitalistische ist und unter der Wirkung der kapita listischen Konkurrenz sich entwickelte, also jede technische Neuerung 1 Dehn, a. a. 0., S. 128. 2 Bergkomitee. Statist. Sammelbuch, 1894. 3 Dehn, a. a. O., S. 163.