89 Schließlich ein paar Worte über den Betrieb der Eisenwerke im allgemeinen. Die Intensivierung der Produktion, die Verbilligung der technischen Prozesse, das ist offenbar die charakteristische Tendenz des letzten Dezenniums. Die zunehmende Leistung der Hochöfen, die Ausnutzung der Gicht- und Koksgase, die Einführung der elektrischen Kraft, — das sind die Etappen des technischen Eortschrittes. 3. Betriebsorganisation. Das Vorhandensein der Produktionsmittel ist aber nur eine Be dingung für den Produktionsprozeß; er selbst fordert eine Betriebs organisation und planmäßig durchgeführte Arbeitsteilung. In den südrussischen Werken findet eine weitgehende Arbeits teilung statt, besonders gilt das für die größten Eisenwerke, z. B. das Dnieprowsk-Werk, das gegenwärtig etwa 36 verschiedene Sorten herstellt, die ihrerseits eine Anzahl selbständiger teclmischerProduktions- prozesse erfordern. In den südlichen Werken geht eine immer fort schreitende Ersetzung der menschlichen Arbeit durch die Maschine vor sich. Wenn z. B. früher der Eisenerz- und Steinkohlentransport sich mittels der bäuerlichen Wagen vollzog, so treten jetzt überall die Eisenbahnwagen an ihre Stelle; wenn früher die Hochöfen mittels Schaufeln gefüllt.wurden, so sehen wir jetzt meistenteils automatische Einrichtungen. Ähnlich ist es auch bei der Halbzeugherstellung, bei der W r alzung usw. Lehrreich ist es hier, die Leistung der Hoch öfen und die Leistung der Arbeiter bei den Hochöfen in den ver schiedenen Werken miteinander zu vergleichen: Werke Tägliche Produktion auf einen Hochofen Tägliche Produktion auf einen Arbeiter Hughes- Werk 11540 Pud 76 Pud Dnjepr- » 11700 11 46 11 Alexander- „ 11930 11 45 11 Petrowsk- „ 11330 V 42 11 Donez-Juriewka- ,, 10340 11 68 11 Drusclikowsk- ,, 8130 •1 57 11 Taganrog- ,, 6 240 V 49 11 Gdanzewsk- „ 4330 ?• 47 11 Olchowaja- ,. 8820 11 49 11 Buss. Providence- ,, 6 900 11 41 ,, Makejewka- „ 10570 11 85 11 Kramatorowsk- ,, 9 380 11 35 Kadiewsk- „ 8 720 11 26 11 Die Betriebe mit der größten Produktivität der Hochöfen be sitzen also nicht immer die bessere Organisation der Arbeitskräfte.