Paumgartners, und Ursula, die sich mit dem bekannten Hu manisten Sigmund Gossembrot vermählte. Die Söhne Ulrich Arzts betrieben nun die von ihrem Vater gegründete Handels gesellschaft weiter, an der auch Hans Ulstatt, Sigmund Gossem brot und Klara Arzt, letztere mit ihrem Heiratgut, sich be teiligten 1 ). Anton Paumgartner erklärte später wiederholt, dass er für seine Person der Gesellschaft fern gestanden habe. Da die Mehrzahl der Teilhaber in Nürnberg wohnte, so wurde als Sitz der Gesellschaft diese Stadt bestimmt. Sigmund Gossembrot liess sich in Nürnberg durch Kaspar Nagel, einen geborenen Augsburger, vertreten 2 ). An der Spitze des ganzen Unternehmens stand als „Obmann" Hans Arzt, der die Rech nungsbücher führte und im Namen der Mitgesellschafter die Geschäfte abschloss. Um das Jahr 1450 entstanden jedoch wegen der Rechnungsführung des Obmanns Streitigkeiten, worauf sich die Teilhaber (Ulrich Arzt, Gossembrot, Klara Paumgartner und Ulstatt) in den Besitz von Papieren zu setzen suchten, die Hans Arzt in Verwahrung hatte. Sie gewannen den Kaspar Nagel, der sich dazu herbeiliess, dem Hans Arzt die Schriftstücke, auf die sich ihre Verdachtsgründe bezogen, zu entwenden. Auf Grund derselben zwangen die Teilhaber dann den Arzt, eine Schuldurkunde zugunsten der Teilhaber auszustellen. Hans Arzt rief gegenüber dieser Nötigung die Hilfe des Nürnberger Rats an und beschuldigte Kaspar Nagel des Diebstahls der Papiere. Nagel wurde hierauf in Nürnberg im Jahre 1451 verhaftet und gefangen gesetzt. Da er jedoch ein geborener Augsburger war, so focht Gossembrot und seine Partei dieses Vorgehen der Nürnberger an, und sie wandten sich an den Rat der Stadt Augsburg, um Nagel frei zu bekommen. Augsburg brachte die Angelegenheit sogar in Ulm auf dem Städtetage zur Sprache. Dieser sprach jedoch den Nürn- bergern das Recht zu, über den in ihrer Stadt geschehenen Die ff. Erzählung gibt uns einige Aufschlüsse über die kauf männische Tätigkeit des Humanisten Gossembrot. Ueber seine gelehrten Neigungen sind wir ja durch Wattenbach (Ztschr. für Gesch. d. Oberrheins XXII n. XXV) und Paul Joachimson (Zentralblatt für Bibliothekswesen Bd. 11 Hft. 6, 7) gut unterrichtet. Vgl. auch den Artikel Friedr. Roths in Allg. deutsche Biographie Bd. 49 S. 475. 2 ) Nagel wohnte zuvor in Augsburg im Hause Gossembrots (Augsb. Steuerbuch 1449 fol. 20 b).