2 7 “bekanntlich beide als heiliger Georg und heiliger Eustachius auf den Flügeln des Altars porträtähnlich dargestellt sind. Der fromme Sinn der Brüder hat hier ein Denkmal entstehen lassen, das allein genügte, ihr und ihres Geschlechtes Namen für alle Zeiten unsterblich zu machen 1 ). Die Nürnberger Familie, die sich von ihren Gütern Holn stein und Lonerstadt seit der Mitte des 16. Jahrhunderts Paumgartner von Holnstein und Lonerstadt nannte, bestand noch bis Anfang des 18. Jahrhunderts, ohne dass jedoch aus ihr weiterhin Männer hervorgegangen wären, die mehr als stadtgeschichtliches Interesse besitzen. Im Jahre 1726 er losch die Linie und mit ihr zugleich das ganze Geschlecht, da der Augsburger Stamm nach kurzer, aber herrlicher Blüte schon zuvor ein wenig rühmliches Ende genommen hatte. *) Ueber den Paumgartner-Altar, der jetzt im Dürer-Saal der Alten Pinakothek neben Dürers berühmten Aposteln hängt, vgl. Friedrich H. Hofmann: Die Donatoren auf Dürers Paumgartner-Altar (in: Die christliche Kunst Bd. 1 [1905] S. 169 u. S. 205 ff.). Unerklärlich ist mir, wie Valentin Scherer „Dürer“ (Klassiker der Kunst Bd. 4) die Behauptung aufstellen konnte, dass die auf dem Altarbild abgebildeten Wappen nicht die der Paumgartner seien. Ein Blick in Siebmachers Wappenbuch genügt, um „diese etwas diktatorische Behauptung“ zu widerlegen. .