33 3 (pro Jahr) Steuer 2 ) Gesellschaft der Mehrer, deren Mitglieder Zugang zur Herren stube hatten und auch sonst fast alle Vorrechte der Patrizier genossen 1 ). Rasch hatte sich so Hans Paumgartner eine ange sehene gesellschaftliche Stellung unter Augsburgs Bürgern errungen. Er schloss sich nun mit seinem Bruder Franz zu gemeinsamer Ausübung des Handels zusammen. Wir sind darüber im einzelnen freilich nicht näher unterrichtet, sehen aber aus den Steuerbüchern, wie sich ihr Reichtum mehrte. Die Brüder bezahlen nämlich: 1490 Franz 20 fl Hans 42 fl 1492—97 „ 26 „ „ 62 „ I49 8 .» 86 .. » X1 4 „ , Im Jahre 1498 stand damit Hans Paumgartner unter den reichsten Bürgern an sechster, sein Bruder Franz an zehnter Stelle. Die Fugger folgten erst an zwölfter, fünfzehnter und siebzehnter Stelle 3 ). Das Vermögen des Hans Paumgartner muss sich nach dieser Tabelle um das Jahr 1497 gewaltig ge steigert haben. Woher kam nun dieser rapide Vermögens zuwachs? Es waren die ersten Früchte der neuen bedeutungs vollen Verbindung, in welche die beiden Brüder damals, andern Augsburgern folgend, getreten waren: des Tiroler Bergbaus. Um diese Dinge besser zu verstehen, müssen wir kurz auf die Entwicklung der Tiroler Bergwerke und ihre Bedeutung für das Finanzwesen der Habsburger einen Blick werfen 4 ). Die Entdeckung der reichen Silbergruben in der Nähe von Schwaz, am Falkenstein um die Mitte des 15. Jahrhunderts rief in der damaligen Welt grosses Aufsehen hervor. Die Erlaubnis zum Abbau wurde vom Landesherrn, der das Bergregal besass, an *) Ueber die „Mehrer“, die gesellschaftlich eine Mittelstellung zwischen den Patriziern und den Angehörigen der Zünfte einnahmen, vgl. Dirr: Kaufleutezunft u. Kaufleutestube in Augsbg. zur Zeit des Zunftregiments (1368—1548) in: Ztschr. d. Hist. Ver. f. Schw. u. Nbg. Bd. 35 S. 137 ff. Ferner Dirr: Zur Gesch. d. Augsbg. Zunft verfassung (ebda Bd. 39). 2 ) Nach den Augsburger Steuerbüchern der betreffenden Jahre. 3 ) Strieder: Zur Genesis des modernen Kapitalismus S. 19 (Tabelle 10), wo die „Vermögenden“ des Jahres 1498 zusammen gestellt sind. 4 ) Diese Verhältnisse hat erstmals Jansen in seinen „Studien zur Fuggergeschichte“ zum Gegenstand eingehendster Untersuchungen gemacht. Vgl. bes. „Anfänge der Fugger“ S. 54ff. und „Jacob Fugger der Reiche“ (Studien z. Fugger-Geschichte, 3. Heft 1910) S. 13 ff.