44 Pelzen verbrämte Mantel bringt uns den Reichtum des Dar gestellten zum Bewusstsein 1 ). Wenn das Vermögen ein Gradmesser ist für die Tüchtigkeit eines Kaufmanns, dann müssen wir Hans Paumgartners Er folge bewundern. Von Jahr zu Jahr erhöht sich seine Steuer summe. Während er 1498 noch mit 1x4 fl eingeschätzt ist, zahlte er 1510 bereits 346 fl, 1516 425 fl. Im zuletzt genannten Jahr ist dann auch schon sein Sohn mit 173 fl verzeichnet 2 ). Jedenfalls gehörten die Paumgartner Vater und Sohn damals schon zu den allerreichsten Bürgern. Reicher waren wohl nur die Fugger und Höchstetter. In seinem Testament konnte Hans Paumgartner seinen Kindern daher eine ansehnliche Erbschaft zur Verteilung hinter lassen. Jede seiner sechs Töchter bzw. deren Kinder erhielten 14 500 fl. Der Sohn berechnet sein Erbteil (abgesehen von den Häusern und liegenden Gütern) auf 51 000 fl 3 ). Noch mehr als ein Jahrzehnt lebte Hans Paumgartner d. Ae., nachdem er sich von den Geschäften zurückgezogen hatte. Ein schöner Lebensabend war ihm beschieden, währenddessen er mit Befriedigung auf das von ihm Geschaffene zurückblicken konnte und zugleich den Glanz seines Hauses unter seines Sohnes Leitung weiter wachsen sah. Zwischen 10. September und Oktober 1527 starb er 4 ), fast siebzigjährig — der Sohn jenes Anton, der 1475 im Elend gestorben war. 1 ) Eine Reproduktion des Holzschnittes, „von den so sehr ge schätzten Helldunkelblättern eines der schönsten“, findet sich in der Kunstgeschichte von Knack fuss Bd. 2 S. 586 und bei Friedr. Lippmann: Engravings and Woodcuts by old masters sec. XV—XIX Part II (1891) Taf. 38. 2 ) Augsburger Steuerbücher der betreffenden Jahre. 3 ) Familienkodex Bl. 2. *) Am 10. September 1527 wird seiner nochmals in den Tiroler Kopialbüchern gedacht.