5i später folgte Blasius Hölzl ebenfalls Finanzgeschäfte halber nach Augsburg dem von Fuchsberg nach. Das Resultat ihrer Mission war, dass Hans Paumgartner am 3. September 12 000 fl dar lieh 1 ). Im Juli 1522 rechnete die Regierung mit Paumgartner ab. Es zeigte sich, dass er mit Einschluss der zuletzt vorge streckten 12 000 fl und eines Postens von 864 fl 19 kr für Seiden waren im ganzen noch 22 014 fl 19 kr (zum Teil noch von den 1519 dargeliehenen 40 000 fl herrührend) zu erhalten hatte. Er wurde am 26. Juli auf die Einnahme aus dem Pfannhaus zu Hall verwiesen 2 ). Kurz zuvor (7. Februar 1522) war in Brüssel zwischen Karl V. und Ferdinand I. die Teilung der habsburgischen Lande zustande gekommen, in der letzterem auch Tirol zuge fallen war. Er trug nun auch die Verantwortung für die Ver wendung der reichen Metallschätze dieses Landes und es konnte nicht ausbleiben, dass sich anfangs deshalb manche Kom petenzstreitigkeiten ergaben. So hatte Hans Paumgartner im Herbst 1522 Karl V. wieder 24 000 fl dargestreckt. Da er trotz seines wiederholten Ersuchens für diese Summe längere Zeit keine Verschreibung erhielt, wandte er sich an Ferdinand. Dieser weigerte sich jedoch, die Schuld seines Bruders anzu nehmen 3 ). Als er sich an die Räte in Innsbruck um Auf schluss über die Verwendung des Geldes wandte, wurde ihm die Antwort, dass dasselbe dem Kammermeister übergeben worden sei, der darüber Rechenschaft abzulegen habe. Weder zu Herzog Sigismunds noch zu Maximilians I. Zeit seien die Räte verpflichtet gewesen, Rechnung abzulegen. Ferdinand gab sich mit dieser Antwort noch keineswegs zufrieden, sondern schrieb am 29. November von Nürnberg aus nach Innsbruck zurück, dass er die Kammer deshalb um Rechenschaft gebeten von Fuchsperg Ritters, römisch kaiserlicher Majestät Rat. 6000 fl vinantzen“ steht Entbieten u. Befehl (1521) f. 478. Gewöhnlich schrieb die Tiroler Kammer, wenn sie einen solchen Gesandten nach Augsburg schickte, gleichzeitig an die Kaufleute und bat sie, sie möchten den Boten günstig aufnehmen und sich seinem Anliegen willfährig zeigen. !) Entbieten u. Befehl (.1521) fol. 302 u. (1522) fol. 403. 2 ) Entbieten u. Befehl (1522) fol. 403. 3 ) Schreiben Ferdinands I. an das Regiment in Innsbruck aus Nürnberg: Missiv u. Befehl von Hof (1520—1522) fol. 338. 4*