bei Gossensass und dem in der Nähe gelegenen Schneeberg ebenfalls mit Stöckl. Im Jahre 1520 hatte er dort so viel Erz zutage gefördert, dass er nicht wusste, wo er es unterbringen sollte, weshalb er es der Regierung anbot 1 ). Bedeutend scheint auch seine Bergwerkstätigkeit bei Nals und Terlan seit 1545 gewesen zu sein 2 ). Das gewonnene Erz wurde in den Hütt- und Schmelzwerken, deren Paumgartner drei besass (zu Kundl. am Klausen und in Rattenberg), verarbeitet. Auch ausserhalb Tirols war er an der Metallgewinnung beteiligt. Schon im Jahre 1526 waren ihm Silberbergwerke in St. Joachimstal in Böhmen verpfändet worden 3 ), später, im Jahre 1549, lud ihn die Regierung ein, dort selbständig zu bauen. Zusammen mit Konrad und Hans Rehlinger ist Paum gartner endlich auch noch an dem Bergbau an der Idria (in Krain) tätig, wo Quecksilber und Zinnober gewonnen wurde. Er ist dort um 1535 nachweisbar 4 ). Auf die technische Seite des Bergbaus soll hier nicht weiter eingegangen werden. Erwähnt sei nur noch, dass Hans Paum gartner in der Nähe seiner Schmelzhütten häufig Wälder ange wiesen erhielt. In Schwaz besass er, wie die Fugger, ein eigenes Haus, in welchem er bei seiner häufigen Anwesenheit wohnte 4 ). Ein eigener Faktor, der eine gewisse Selbständigkeit besass, überwachte die Bergwerksbetriebe und die Silberablieferungen. Das Gesagte wird genügen, um eine Vorstellung von Hans Paumgartners Anteil an der Montanindustrie zu geben. Man gewinnt den Eindruck, dass er auf seine Tiroler Unterneh mungen sein besonderes Augenmerk richtete. Wir hatten wiederholt Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass er dort zu allen Zeiten als Gewerke die erste Stelle einnahm. Mehr als Paumgartner von dem Bischof von Brixen für 4300 fl eine Reihe von Gruben in Klausen. (W o 1 f s t r i g 1 a. a. O. S. 289.) 9 Wolfstrigl a. a. O. S. 288. 2 ) Paumgartner haute in Nals und Terlan schon im Jahre 1545. nicht erst seit 1546, wie Wolfstrigl S. 331 angibt. Vgl. Gemain Missiven (1545) fol. 370. Er bat um die Erlaubnis, das in Terlan ge wonnene Erz in seinen Hüttenwerken zu Klausen oder Kundl ver arbeiten zu dürfen, was ihm dann am 2. Febr. 1546 erlaubt wurde. 3 ) Thorsch, Materialien zu einer Geschichte d. österr. Staats schulden S. 25. *) Hans Paumgartners Testament (im Geh. Staatsarchiv München) vom 5. Mai 1535.