65 5 noch zu einer Summe von 8000 fl, wofür er auf den Silberwechsel der Jahre 1534 und 1535 verwiesen wurde. Aber nicht nur mit seinem Geld unterstützte Hans Paum- gartner in jenen kriegerischen Zeiten Ferdinand im Kampf gegen die Türken, sondern er rüstete im Jahre 1532 auch 30 Mann aus, die er persönlich nach Wien zum königlichen Heere führte. Während des Feldzuges sorgte er für ihre Ver pflegung. Später in den Kämpfen Karl V. gegen Franz I. in Burgund und dann nochmals im Türkenkrieg des Jahres 1542 hat er wiederholt in gleicher Weise die Heere Ferdinands und seines Bruders verstärkt 1 ). Neben den Türkenkriegen verschlang jetzt die Hofhaltung Ferdinands in Innsbruck grössere Beträge, da dort seine Söhne und Töchter erzogen wurden. Das für diese Zwecke nötige Geld wurde zum Teil von den Augsburger Kaufleuten auf gebracht. Als z. B. zu Anfang des Jahres 1533 in Schwaz und Hall die Pest herrschte, sah sich die Regierung veranlasst, die Hofhaltung aus Innsbruck zeitweise wegzuverlegen, um die „königlichen Kinder“ vor Ansteckung zu schützen. Paum- gartner, Fugger und Bimmel liehen aus diesem Anlass je 12 000 fl, und man gab diesen drei Kaufleuten das Versprechen, dass man sie in Zukunft bei Geldgeschäften in erster Linie berücksichtigen werde 2 ). In der Tat wurde dann im Mai 1534 Gregori Maschwander 3 ) mit einer Instruktion nach Augsburg geschickt, um mit diesen drei „Parteien“ in Finanzhandlung zu treten. Es gelang ihm, von jeder 4000 fl zu erhalten. Anton Fugger aber sagten solche gemeinsame Geschäfte nicht zu. Sein Wunsch war es stets gewesen, das ganze Tiroler Finanzwesen als Monopol in seine 1 ) Alle diese Ausrüstungen von Truppen werden von Karl V. in der Urkunde anerkennend hervorgehoben, in der der Kaiser Hans Paum- gartner den Freiherrntitel verleiht. (Familienkodex Bl. 30 a—34 a.) 2 ) Gemein Missiven (1533). 3 ) Maschwander war Tirolischer Kammermeister. Er sollte sich laut seiner Instruktion an die folgenden Kaufleute und Gesellschaften wenden: Raimund, Anton und Hieronymus Fugger, Hans Paumgartner, Anthon Haug, Hans Langenauer als Gewalthaber anstatt der Bimmel und Sebastian Neithart anstatt weiland Christof Herwärts Erben. Die zuletzt Genannten (ausser Fugger und Paumgartner) bildeten eine Ge sellschaft, da in der Instruktion nur von drei Parteien die Rede ist. Entbieten u. Befehl (1534) fol. 406.