') Keys. 36. — 2) Rtgb. II. 77.— — 20 — 1843 reiste, bis er 1844 die schon mehrmals ersuchte Ent lassung vom Amte des Finanzministers bewilligt bekam. »Er fühlte — schreibt Keyserling 1 ) — dass er schon seit Jahren die Kraft und den erforderlichen Einfluss verloren, und sprach es, nachdem er des Ministeriums schon ent hoben war, nicht ohne Bedauern aus, dass er seiner Meinung nach vier Jahre zu lange sein Amt behalten habe.« Nach der Dienstentlassung brachte Kankrin den Winter 1844/5 in Paris zu. Auf dieser, wie auch auf früheren ausländischen Reisen hat Kankrin seine Eindrücke und Er innerungen sorgfältig in Tagebüchern notiert, die vom Grafen Keyserling 1865 in Braunschweig in 2 Teilen heraus gegeben wurden. Sobald er etwas freie Zeit zur Verfügung hatte, Hess er sich gewöhnlich von seiner Frau national ökonomische, historische und andere Bücher vorlesen. Wegen eines Augenleidens konnte er selber nicht viel lesen. So finden wir in den Tagebüchern die Werke von Helmersen, Louis Blanc, Ranke, Nebenius und and. aufgezeichnet. In Paris schrieb Kankrin sein letztes n.-ökonomisches Werk »Oekonomie der menschlichen Gesellschaften,« das in Stuttgart 1845 herausgegeben ist. In demselben Jahre sind in Berlin auch seine »Phantasiebilder eines Blinden« er schienen, — Novellen, die er schon im J. 1843 geschrieben zu haben scheint. »Diese Torheiten — so stellt sie der Autor selbst vor — von denen ich einige noch auf der Reise schrieb, haben mir doch manche angenehme Stunden bei Regen und Langeweile gebracht, also das Ihrige getan.« 2 ) Es muß jedoch bemerkt werden, daß belletristische Schriften Kankrins keine Beachtung in der Literaturwelt fanden. Aus dem Auslande im Sommer 1845 zurückgekehrt, wurde er von seinen ehemaligen Untergebenen, die er in der Not väterlich unterstützt hatte, freudig begrüßt, aber schon am 21. September desselben Jahres verschied er in