24 — im Frieden und Kriege«, dessen Titel auf die ökonomische Materie schließen läßt, enthält nur rein technische Er örterungen über Verpflegung der Armee. Beide Hauptwerke Kankrins fassen seine Minister laufbahn, wie sich Roscher bildlich ausdrückt, »wie mit einem Rahmen ein«. Das erste von ihnen, nämlich »Welt reichtum, Nationalreichtum und Staatswirtschaft«, ist kurz vor der Übernahme des Finanzministeriums erschienen, — das letztere (»Die Ökonomie der menschlichen Gesell schaften«) wurde gleich nach seiner Entlassung als Finanz minister verfaßt. Das erstere ist selbst gegen Erwarten 1 ) des Autors bald zum Programm des von ihm 21 Jahre lang geleiteten Ministeriums geworden, und das letztere darf wohl als Testament eines Mannes bezeichnet werden, der »vielfach — um mit den Worten des Verfassers selbst zu sprechen — Gelegenheit gehabt, seine Ideen zu berichtigen und die praktischen Ausnahmen von den Regeln der Theorie kennen zu lernen«. 2 ) Der »Weltreichtum« ist später vom Verfasser selbst als unreif bezeichnet worden, die Hauptideen aber, die darin enthalten sind, sollen, wie er meint, ihre Gültigkeit auch fürderhin behalten haben. »Ich habe nach zwanzig Jahren — so spricht sich Kankrin 1840 in seinen Tagebüchern darüber aus — die Überzeugung behalten, das die Hauptgrundsätze über Weltreichtum und National reichtum und über die Quellen der Produktion wahr sind«. 8 ) In einigem habe er allerdings seine Ideen weiter ausgebildet. In welcher Weise das geschehen ist, hat er denn auch in seinem letzten Werke, der »Ökonomie«, gezeigt. In Bezug auf die Kankrinsche Klassifikation der sog. »politischen Wissenschaften«, sowie die Titel und die Gliederung der Stoffe beider Hauptwerke ist kurz folgendes zu sagen. >) Weltr. 240. — 2 ) Ök. III. — 3 > Rtgb. I. 58/9. —