— 28 — i) Weltr. 108. — 2) Weltr. 109. — 8 ) Vgl. Onck. 359. streben.« 1 ) Ferner, man könne »nicht zu einer großen Ver vollkommnung des Ackerbaues gelangen, ohne auch in andern Dingen schon weit zu sein«. 1 ) Es liege ganz in der Natur der Sache, daß sogar beim niederen Stande der Ackerbaukultur ziemlich hochentwickeltes Gewerbe getrieben werde. Und es wäre »ein Exzeß des Agrikultursystems«, darauf hinzustreben, daß man »im Ackerbau schon ins Feine gehe, während man in anderen Dingen noch im Groben ist«. 1 ) Aus diesen Einwänden Kankrins gegen das Agri kultursystem geht nun hervor, dass er sich dasselbe so vorgestellt haben muss, als ob es überhaupt nur Ackerbau nebst den sogenannten »produktiven Arbeiten der ersten Klasse«, wie Bergbau, Fischerei etc. anerkenne und keine Industrie und Aktivhandel dulde. Es ist ohne weiteres klar, dass solch ein von Kankrin hier gemeintes »Agrikultur system« nur als Missverständnis bezeichnet werden kann. Kankrin selbst scheint etwas davon geahnt zu haben, wenn er sagt, dass auch die Physiokraten dieses »Agrikultur system« nicht »ausschliesslich begünstigt« hätten 2 ). Doch legt er mit derselben Äusserung gleichzeitig auch das Zeug nis dafür ab, dass sie eben einem solchen »System«, wenn auch nicht »ausschliesslich«, so doch im allgemeinen ge huldigt hätten. Das trifft aber nicht zu. Wenn Francois Quesnay, der Schöpfer des Physiokratismus, den Ackerbau als »la source de toutes les richesses de l’etat« betrachtet und Flandel und Industrie nur als »dependance de l’agri- culture« hinstellt, so will er damit tatsächlich die Industrie und den Handel noch gar nicht abgeschafft wissen 3 ), obwohl dieselben sich selbst überlassen bleiben sollen und nur der Ackerbau zu begünstigen sei. An anderen Stellen des »Weltreichtum«, wo Kankrin auf die Physiokraten gelegent lich zu sprechen kommt, tritt er ihnen ebenso ablehnend entgegen, so z. B. in der Produktivitätsfrage. Und wenn er dort dem auch zustimmt, dass »sich alles auf das Pro