- 40 kantilistischen Sinne verändert hat, so blieb er doch auch dort derselben Meinung mit Bezug auf die Naturkräfte als »erste Grundquelle der Produktion« 1 ). Weiter werden wir sehen, daß unser Autor, wie wir das schon im letzten Kapitel betont haben, auch von A. Smith direkt oder indirekt beeinflußt ist. Diese Tatsachen zeigen, daß Kankrin, trotz seiner aus gesprochen merkantilistischen Ansicht, auch gewisse fremde eklektische Züge in seiner Lehre aufweist. III. Kapitel. Hauptpunkte der nationalökonomischen Lehre von G. Kankrin. G. Kankrin geht in seiner nationalökonomischen Lehre von der Voraussetzung aus, daß die Erde hinsichtlich ihrer Güter nur als ein Ganzes und das menschliche Geschlecht nur als eine Familie zu betrachten sei, denn alle Völker seien durch ihre mannigfaltigen Wechselbeziehungen fest aneinander gekettet. 2 ) Deshalb sei es notwendig, bei der Besprechung des Nationalreichtums immer auch »das Ganze des Welt reichtums« im Auge zu behalten. Das Verhältnis zwischen Weltreichtum und National reichtum haben wir schon im vorhergehenden Kapitel be sprochen. ■ Dort haben wir auch gesehen, daß eben der Ge danke vom Weltreichtum und Nationalreichtum es ist, mit dem Kankrin sich besonders gegen A. Smith rühmen zu können und die nationalökonomische Wissenschaft bereichert zu haben glaubt. Es muß aber dem entgegengehalten werden, daß der Gedanke selbst eigentlich nicht gar so neu ist, denn insbesondere A. Smith, gegen den hier die Spitze gewendet i) i) Ök. 5. — 2 ) Weltr. 1.