— 41 ist, spricht ausdrücklich, wie auch Kankrin selbst zugibt, 1 ) in seinem Hauptwerke von dem Reichtum der Nationen, worin im Grunde genommen auch die Begriffe vom Welt- und Nationalreichtum schon enthalten sind. Neu ist dabei wohl, soweit wir zu übersehen vermögen, nur die bewußte Auseinanderhaltung des Nationalreichtums und des Welt reichtums, die Kankrin dann als Ausgangspunkt zur Er klärung der Handelsbilanz, wie schon gesagt, ihre Dienste geleistet hat. So ist denn auch der Hinweis Kankrins auf den Unterschied zwischen ihm und A. Smith in dieser Hinsicht wohl begründet. Während nämlich bei Kankrin der Nationalreichtum zum Weltreichtum in einem gegen sätzlichen Verhältnis steht: Nationalreichtum vermehrt sich nur aus dem Weltreichtum, — ist bei A. Smith die Sache anders; hier gleichen sich die Nationalreichtümer in ihrem wechselseitigen Verhältnis aus. 2 ) Im »Weltreichtum« teilt Kankrin die zum Leben der Menschen notwendigen Güter in drei Gattungen, nämlich in diejenigen des Notwendigen, in die des Angenehmen und die des Luxuriösen (oder »der hohen Verfeinerung«), Nur sei diese Einteilung nicht absolut, sondern bloß relativ zu nehmen, d. h. jeweils nach Zeit, Ort und Kultur eines gegebenen Volkes abgestuft. 3 ) In der »Ökonomie«, wo die Summe aller verbrauchbaren Güter als Reichtum bezeichnet wird, 4 ) teilt Kankrin den letzteren seinerseits ein: in den •"einen Natur-Reichtum und den erzeugten Reichtum. Von dem reinen Natur-Reichtum unterscheidet Kankrin noch e inen allgemeinen, wie: Luft, Licht, Wärme, Wasser etc.> und einen speziellen, unter welchem er die Güter versteht, Welche »die Natur von selbst hervorbringt und die von seiten des Menschen nur die Mühwaltung fordern, sie zum Genuß zu bringen«, wie z. B.: Lrüchte, Kräuter etc. 5 ) b Weltr. 1/2. — 2 ) Vgl. A. Sm. II. 277. — ») Weltr. 3. — 4 ) Ök. 3. - b ök. 4.