— 42 - Von größerer Bedeutung für den Standpunkt unseres Autors sind die Äußerungen, welche er über sogenannte Urquellen der Produktion macht. Die Kräfte der Natur sind danach »die erste Quelle der Produktion«, nicht aber die Arbeit. 1 ) »Wie hat man wohl die Arbeit zu beinahe ausschließlicher Quelle der Produktion machen können« sagt G. Kankrin ganz wie ein Physiokrat. »Bringt der Mensch denn wohl eine Ähre hervor? Und wie hat man die plastische Kraft der Natur so hintansetzen können, als ob sie höchstens eine Neben bedingung der Arbeit wäre, da doch die Arbeit in den meisten Fällen nur als Entwickelung, der Naturkraft unter geordnet, dient«? 2 ) Kankrin unterscheidet im »Weltreichtum« zweierlei Arten von Naturkräften: erstens, diejenigen, die sich in den »längst vorhandenen Schätzen«, wie in Metallen, Edel steinen etc., finden; zweitens, diejenigen, die sich im »tierisch organischen und vegetabilischen Leben« äußern. 8 ) Dagegen werden in der »Ökonomie« beide hier genannten Arten zu der direkten Naturkraft gezählt, während zu der i n - direkten solche Naturkräfte gehören, die »der Mensch sich dienstbar macht und die ohne seine Arbeit wirkungs los bleiben würden«, und zwar in erster Reihe: Feuer, Wind, Magnetismus etc., in zweiter aber auch: Flüsse, Seen etc., als »Medium der Schiffahrt und des Fischfanges«. 4 ) Die Einteilung der organisch-physischen Kräfte der Menschen und der Tiere, die nach den Naturkräften als die zweite Hauptquelle der Produktion zu betrachten sind, stellt Kankrin nach folgendem Schema zusammen: organisch physische Kräfte der Menschen und der Tiere, welche die Kräfte der Natur zur Wirkung bringen, finden ihren Aus druck in der Arbeit. Auf einer niedereren Stufe derselben wirkt nur »gemeine Intelligenz« (auch bei Tieren) mit; auf der höheren macht die Intelligenz die Arbeit durch Teilung i) Weltr. 5; Ök. 5. — 2) Weltr. 5. — 3 ) Weltr. 5/6. p Ök 5-