— 50 — dem können künstliche Preise durch Einfuhrverbote, durch Staatsmonopole, aber auch durch Handelsunternehmungen: durch monopolistische Tendenzen, durch Spekulationen etc. hervorgerufen werden. 1 ) Was die Quellen des Einkommens betrifft, so muß man, ebenso wie bei der Produktivitätsfrage, zwei Entwickelungs phasen bei Kankrin unterscheiden, deren erstere im »Welt reichtum« und die andere in der »Ökonomie« ihren Aus druck findet. Wir wissen schon, daß Kankrin im »Weltreichtum«, in Anlehnung an die Physiokraten, »reine« Produktivität nur den Naturkräften zuschreiben will, daß er aber daneben auch die Produktivität des Genies, der Privation und des Raubes anerkennt und dadurch nicht nur den Ackerbau, wie bei den Physiokraten, sondern auch Industrie und Handel produktiv gelten läßt. i) 2 ) Der reine Ertrag (oder das Plus), welcher bei Kankrin den Überschuß der Produktion über den Verbrauch dar stellt 3 ), kommt nach den Ausführungen des »Weltreichtums« direkt nur dem Ackerbau und erst durch Einwirkung des Genies und der Privation auch der Industrie und dem Handel zu. 4 ) In der »Ökonomie« wird die Sache dadurch einfacher, daß hier auch die Produktivitätsfrage sich vereinfacht. Hier ist nämlich jede Arbeit produktiv, die irgend einen Genuß schafft. 5 ) Dem Handel jedoch wird auch hier die Pro duktivität nur insofern zugesprochen, als der Gewinn vom Ausland herrührt. 8 ) Der reine Ertrag wird sowohl im »Weltreichtum«, als auch in der »Ökonomie« auf dieselbe Weise verteilt, nämlich: auf die Rente (»Weltr.«) oder die Landrente (»Ök.«), auf den »billigen Gewinn« des Pächters, auf den Kapitalzins und auf den Arbeitslohn. In der »Ökonomie« ist anstatt des i) Weltr. 93. — 2 ) Weltr. 33. — 3 ) Vgl. Weltr 25, 31, 32; Ök. 97. ■i) Weltr. 34. - 6 ) Ök. 8. - «) Ök. 23.