- 59 - zinslichkeit, Zerstückelung und unmittelbare nützliche Aus wechselung sind. 1 ) Um die Auswechselung des Papier geldes sicherzustellen, muß man eine Bardeckung in Metall geld haben, die etwa V» bis Vs der Papiergeldmasse betragen solle. 2 ) Etwaige Beschränkung der Auswechslung sei zwar an sich nicht, wie es das Beispiel Englands zeige, so schädlich, könne aber bei zu großer Vermehrung des Papiers folgen schwer werden. 3 ) »Das Papiergeld — sagt Kankrin 4 ) — muß im Ver hältnis zum Bedarf an zirkulierenden Mitteln, das Metallgeld eingeschlossen, stehen.« Ist Mangel an Papiergeld, so kann sogar a g i o zum Vorschein treten, gibt es aber dessen zik viel, so fängt es an im Preise zu sinken. Bei zu starker Vermehrung des Papiergeldes, also bei dessen Sinken im Preise, verschwindet das bare Geld. »Weil das Papier für Fremde keinen Wert hat, — sagt Kankrin im »Weltreich tum« — so entsteht die Tendenz, das bare Geld immer mehr an Fremde loszuwerden und es durch Papier zu ersetzen.« 5 ) Dieses hier von Kankrin ausgesprochene be kannte Gresham’sche Gesetz findet aber später in der »Öko nomie« nicht mehr volle Anerkennung. »Es ist dies — . . — . . nur in einigem Maße der Fall« — sagt er dort. 5 ) Das Geld verstecke sich bloß im Lande. Der Autor kenne »die Zeit, wo man im Innern von Rußland hätte verhungern können, wenn man bloß Silbergeld bei sich gehabt hätte«. 7 ) s> Als aber die Emanationen von Papier eingestellt waren, kam das Silber wieder in Gebrauch, nahm bald die ganze kleine Zirkulation ein und es zeigten sich die großen Massen von Gold- und Silbermünzen im Lande.«') Diese von ihm a ngeblich beobachtete Tatsache veranlaßt Kankrin zu der Bemerkung, daß es mit dem Geldwesen überhaupt »ein e 'genes Ding« sei, da »sich trotz aller Theorie nicht voraus- s ehen läßt, wie sich die Sache genau stellen wird, und zwar *) Weltr. 48. — 2 ) Ök. 115. — 3 ) Weltr. 52. — 4 ) Ök. 117. — Weltr. 59. - °) Ök. 127. - 7 ) Ök. 128.