67 — duldet werden — sagt er — mit eben dem Recht, wie man Charletans, Universalarzneien und andere Künste, die auf die Leichtgläubigkeit des Publikums spekulieren, nicht duldet.« 1 ) ln der »Ökonomie« kommt Kankrin jedoch zum Schlüsse, daß »in alten vorgerückten, festgeschichteten Ländern,« wo bei der ausgedehnten Industrie der Handel »eine sehr hohe Bedeutung hat,« auch eine Bank, wie die von England, als Muster dienen könne. 2 ) Ja, er findet dort sogar private Zettelbanken zulässig, und zwar »in einem werdenden neuen Lande, wie die Nordamerikanischen Frei staaten,« wo der Bedarf an Kapital sehr groß und die Staats regierung schwach sei.« 2 ) Da müsse man »die Sache nehmen, wie sie sein könne, und »die angeblich wohlfeilen Re gierungen nicht zu sehr loben.« 3 ) Neben den Erwerbseinkünften bilden nun die Abgaben den letzten und wohl den wichtigsten Teil der ordentlichen Staatseinnahmen. Von den Abgaben meint Kankrin, daß sie überhaupt »nicht in der Natur der menschlichen Gesellschaft selbst« liegen; 4 ) sie seien nur »ein notwendiges Übel«. Es gebe überhaupt keine ganz guten Abgaben. »Die jetzt be stehenden Abgabensysteme sind ... — .. meist kein Werk eines überdachten Hauptplanes, sondern der Zeit und Not wendigkeit.« 6 ) Aber es fragt sich, »ob man keine allgemeine theoretische Aufstellung der als gut und richtig anzunehmen den Abgaben entwerfen könne«. 6 ) Und er antwortet auf diese Frage negativ. »Es geht dieses ... nicht an, da hier lediglich von praktischen Anordnungen die Rede ist, die zwar historisch - statistisch aufgestellt, nach allgemeinen Grundsätzen geprüft, nicht aber a priori selbst deduziert werden können.« 6 ) Die Physiokraten haben zwar versucht aus bloßen theoretischen Erwägungen heraus ihr Abgaben system zu deduzieren, indem sie mit ihrem impöt unique den Ackerbau, als »Urquelle alles Einkommens« 7 ), belegen L Weltr. 217. — 2 ) Ök. 154. - 3) ök. 155. - 4 ) Weltr. 154. - 6 ) Ök. 266 — «) Weltr. 144. — 7 ) Ök. 224.