— 68 — wollten. Dieser Versuch aber müsse — »wie sogleich dem praktischen Menschenverstand einleuchtend« 1 ) — als ganz mißlungen bezeichnet werden. Denn wenn dieser i m p 6 t u n i q u e vom Landmann erhoben werden sollte, so ent stünde die wohlberechtigte Frage: »woher sollte diese wenig kapitalistische Klasse von Staatsbürgern die Barschaft zum Vorschuß nehmen?« Es würde zugleich »die ungeheure, auf einem Punkt fühlbare Abgabe schon an sich unendlich größeren Einfluß auf die Preise haben und fortdauernd aus üben, als dieselbe Abgabe durch mancherlei Umwege erhoben, weil dort die Tendenz zur Preiserhöhung durch nichts bei nahe balanciert würde — und die beunruhigenden Sorgen des Landmanns auf die Preise noch besonders wirken müßten«. 2 ) Es sei dehalb vollständig richtig, daß die Ver braucher mit mehr Abgaben als die Erzeuger belegt werden. »Der schicklichste Einschaltungsplatz der Steuer« findet sich »gewöhnlich im kleinen bei dem Marktverkauf, im großen bei dem Handelskapital, wo es nie am Vorschuß fehlen kann und welches seiner Natur nach zum Vorschuß bestimmt ist«. 3 ) Aber auch diese Abgabenquellen dürften nicht aus schließlich benutzt werden, woraus für Kankrin der Satz folgt, »daß Orundabgaben und sogenannte indirekte in einer schicklichen Mischung immer zu einem Finanzsystem not wendig gehören«. 8 ) Und »das beste Abgabensystem für jeden Staat« entstehe »nur durch eine nach den Umständen weise gewählte Mannigfaltigkeit an sich mäßiger Abgaben«. 4 ) Nur müsse das Extreme sowohl der Zentralisierung als auch der Pluralisierung der Abgaben vermieden werden. Welche Anforderungen können nun an solch ein ge mischtes, gutes Abgabensystem gestellt werden? Zuerst dürfen die Abgaben »nur das reine Einkommen, keineswegs das Kapital treffen«; sie sollen dann mäßig sein und möglichst im Verhältnis auf allen gleich lasten. 5 ) Weiter: ß Weltr. 147. — 2 ) Weltr. 146. — 3 ) Weltr. 147. - 4 ) Weltr. 159. ») Ök. 220.