— 69 — !) Weltr. 148. — 2 ) Weltr. 150. - 3 ) Ök. 233. — 4 ) Rtgb. 1. 63. - 5 ) Ök. 235. — 6 ) Weltr. 151. »man müsse bei der Besteuerung die Gegenstände nach ihrer mehr (größeren) oder mindern Unentbehrlichkeit gra duieren« und Bedürfnisse der ersten Notwendigkeit möglichst schonen. 1 ) Endlich müssen die Abgaben »gegen Auswärtige berechnet sein«, damit das Inland seine Machtstellung gegenüber dem Auslande behaupten könne. »So ist es gut aufkeimende und, wohl verstanden, nötige Erwerbszweige durch mäßige Zollbelastung fremder Produkte zu erleichtern, bis sie zu Kräften gekommen sind«. 2 ) Mit der letzten Äußerung Kankrins ist auch seine Stellung in der Zollfrage klar angedeutet. »Freier Handel — sagt er — ist ein großes klangvolles Wort, aber (es gibt) auch Mißverstand dabei«. 3 ) Kankrin geht von der Tatsache aus, daß die Schutzsysteme schon überall existieren, und »sie abändern hieße eine alte blühende Stadt niederreißen, um eine neue zu bauen«. 8 ) Da nun aber »die Zollsätze auf den Konsu menten fallen, so müssen — nach Kankrin —- nur solche Zweige der Industrie besonders geschützt werden, die einen ausgedehnten Nahrungszweig für das Innere und am Ende Selbständigkeit versprechen, nicht aber solche, die erkünstelt werden müssen, oder (die) nur eine kleine Zahl durch die ihr zu Nutzen kommenden Zollsätze auf Kosten der Nation begünstigen«. 4 ) Daß es sich dabei nicht um die Prohibition handelt, hebt Kankrin besonders hervor, 5 ) denn diese würde nicht nur den Konsumenten wegen der eingetretenen un geheuren Teurung, sondern auch der Industrie selbst durch Erschlaffung der Energie Schaden stiften. 6 ) Hiermit haben wir verschiedene Quellen der ordent lichen Staatseinnahmen besprochen und die Stellung Kankrins in den diesbezüglichen Fragen gekennzeichnet; es bleibt uns nur noch übrig, die Äußerungen unseres Autors über Be ziehungen zwischen den Staatseinnahmen und Staatsaus-