— 75 — i) Weltr. 106. - 2 ) Weltr 102. - 8) Weltr. 9. - J ) Weltr. 102. er, z. B., in seinem von ihm in »Recherches sur l’origine et l’abolition du vasselage« dem Kaiser Alexander I, ent worfenen Plan für die allmähliche Aufhebung der Leibeigen schaft in Rußland einen Zeitraum von vollen 60 Jahren (1819—1880) vorgesehen. Was die Volkswirtschaftspolitik selber betrifft, so glaubt Kankrin folgende Ziele, nach welchen eine Nation zu streben habe, aufstellen zu müssen: 1) »im Innern: Streben nach dem höchst möglichen reinen Ertrag«, und 2) nach außen: »höchst möglichen Anteil am Weltreichtum«. Nur mit der Beschränkung: »Beides, insofern es den Grundzwecken der Volksexistenz nicht widerspricht.« 1 ) Diese »Grund- zwecke« einer Nation bestehen aber, wie wir schon gesehen haben darin, sich Unabhängigkeit und Sicherheit der Existenz zu schaffen, was auf der nötigen Kraft nach außen und auf der Garantie gegen innere Unruhen beruht, abgesehen von einer gewissen wirtschaftlichen Unabhängigkeit dem Auslande gegenüber. Dazu ist jedoch nötig eine der Größe des Staates angemessene Bevölkerung, welche durch ge sicherte Existenz, Moralität und zufriedenen Sinn »fest an den Staat gebunden« ist und wodurch eben Kraft nach außen und Ruhe im Innern gewonnen wird. 2 ) Daraus er gibt sich notwendigerweise die Forderung der Volkswirt schaftspolitik, mehr nach »einer mäßigen und möglichst gleichförmigen, wohlhabenden Bevölkerung« zu streben, als nach »einem höchstmöglichen reinen Ertrag zu jagen, wo am Ende durch die allzuungleiche Verteilung der Güter das halbe Volk am Bettelstab gehen müßte«. 3 ) Darauf muß also immer Rücksicht genommen und all dem »muß der höchste reine Ertrag untergeordnet werden«. 4 ) Es sei zwar richtig, daß der Landbau, z. B., auf den bedeutenden und doch nicht übergroßen Pachtgütern be trieben, einen größeren reinen Ertrag abwerfe, als wenn dasselbe Land von den Bauern familienweise bewirtschaftet