— 86 kommeneren Mitteln arbeitete, und wurde darum zum hem menden Faktor des industriellen Fortschrittes. Es hörte die Entwickelung der Industriezweige mit fronpflichtiger Arbeit nun auch wirklich auf. Da entstanden neue, nämlich die bäuerlichen Fabriken neben den fronpflichtig bedienten, welche vorwiegend auf die Befriedigung des Bedarfs der staatlichen Verwaltung berechnet waren. Schon in der zweiten Hälfte des XV11I. Jh. war das Hausgewerbe in Rußland unter den Bauern zu einiger Blüte gelangt. Die weitere Entwickelung des bäuerlichen Gewerbes wurde nun sowohl seitens der Regierung, als auch seitens der Fronherren begünstigt. Das lag in beider eigen stem Interesse. Und so konnten denn am Anfang des XIX. Jh. bereits bäuerliche Fabrikanten tätig sein. Aber auch noch etwas anderes wurde von wesentlicher Bedeutung für die Entwickelung der russischen Industrie. Mit der Zunahme der städtischen Bevölkerung und mit der teilweisen Ablösung des Frondienstes der Bauern durch Fronabgaben, besonders in den Industrie-Gegenden, stieg auch die Zahl der freien Arbeiter in den Fabriken. So betrug ihre Zahl am Anfang des XIX. Jh. insgesamt schon 48 % aller Fabrikarbeiter. Diese Zahl wuchs fortgesetzt, wenn auch nur sehr langsam. Um diesen Prozeß zu verdeutlichen, geben wir hier zwei statistische Daten wieder. 1 ) Jahreszahl Zahl der Gesamtzahl Davon freie Prozentsatz der Fabriken der Arbeiter Lohnarbeiter freien Lohnarbeiter 1804 2 423 95 202 45 625 48% 1825 5 261 210 568 114 515 54% Die Fabriken, die mit staatlicher Unterstützung ent standen waren und die für den Staat arbeiteten, gehörten zu den privilegierten Etablissements und bedienten sich fast ausschließlich fronpflichtiger Arbeit. Sie befanden sich i) Vgl. T.-Bar I. 85 u. 89.