25 durch richtige Anwendung von Bankoperationen ins Leben gerufen werden können. Die ersten sind indirekt produktive, die zweiten, die sich ren tierenden, direkt produktive Mittel. Zu den ersten müßten eingereiht werden: die Vereinfachung der Administration, Veranlassung der Österreichisch-ungarischen Bank, damit dieselbe mit dem billigen Kredit in 7o°/o Österreich und in 300/0 Ungarn beteile. Heute ist es gerade umgekehrt. Mit Ende 1912 waren im Wechselportefeuille der Bank für 800 Millionen Kronen ungari sches und nur 500 Millionen Kronen österreichisches Material und vom Reinerträge erhielt Ungarn 55-60/0, Österreich nur 44-4°/o. Wäre die alte Formel 70:30 auch weiter eingehalten worden, so würde Österreich 840 Millionen Kronen Kredit erhalten, man hat somit das Reich um 340 Millionen Kronen Kredit gekürzt. Man vergißt, daß Österreich 28 Millionen Einwohner besitzt und Ungarn nur 19 Mil lionen Einwohner zählt. Der Postsparkassenverkehr im Jahre 1912 war in Österreich 33 Millionen Kronen, in Ungarn nur 10 Millionen Kronen. Wo ist hier ein gerechtes Kreditverhältnis bei der Österreichisch-ungarischen Bank eingehalten worden? Auf diese Weise verlor die österreichische Reichshälfte im Jahre 1912 an ihrer Beteiligung allein 5 Millionen Kronen. Die einheimische Bank geht mit ihrem Kredit nicht dort zu Hilfe, wo es notwendig wäre; ein fremdes Institut möchte gerade so han deln, wie dieses österreichisch-ungarische. Im schlechtesten Jahre der allgemeinen Krise, 1913, hat die Österreichisch-ungarische Bank 45-9 Millionen Kronen Reingewinn erreicht, ein Rekordgewinn, wel cher seit 40 Jahren nicht erreicht wurde. Wenn man sich mit der Vergrößerung des österreichischen Kreditwesens und der Verbilligung des Geldes beschäftigt, kann ich nicht umhin, den allgemeinen Ver lust des Geldwertes mit einigen Worten zu berühren. Der all gemeine Geldmesser hat seinen Wert auf dem Weltmärkte verloren. Das frühere Maß des Wertes, das Gold, wird in zu großen und stets wachsenden Mengen heute gewonnen, sein Wert muß somit sinken. Schon im Jahre 1911 berechnete man die Welt-Hyperproduktion auf 255.000 kg. Der früher lästige Abraum wird heute in großen Men gen mechanisch verarbeitet und man bekommt in Transvaal pro Tonne Abraum 5—7 leg reinen Goldes. Man kann künstlich auf die Dauer