39 zu Jahr, im gleichen Verhältnisse wie das Kapital an Wert verliert, und bleiben bis zur Auflösung der Gesellschaft ohne zweckentsprechende Verwendung. Die Verteilung an die Aktionäre resp. die Amortisation der Aktien wird als eine Erleichterung und Vereinfachung des Betriebes von allen empfunden werden. Hie und da wird auch auf ein bei der Liquidation übrigbleibendes Aktivsaldo Rücksicht genommen werden 1 ), so dass es Vorkommen kann, dass nur ein Teil der Aktien amortisiert wird 2 ). Aber auch andere Gesellschaften sind den Tücken des Schicksals unterworfen 8 ). Die besten Installationen, Maschinen etc. sind bei einer Liquidation schwer zu ver kaufen 4 ) und besonders in Zeiten allgemeiner wirtschaft licher Depression nicht mehr wert als altes Eisen. Durch neue Erfindungen ferner können grosse und blühende In dustriezweige auf einen Schlag vernichtet werden. Die wenigen Aktiven, die aus einer solchen Katastrophe ge rettet werden können, nehmen die Gläubiger für sich in Anspruch, während die Aktionäre leer ausgehen. Die Amortisation der Aktien sollte unmöglich sein, nur weil der Zeitpunkt der Auflösung und der Stand des Vermögens in diesem Zeitpunkte ungewiss ist und nicht zum voraus ') Statuten der Compagnie generale electrique du sud-ouest. 2 ) Statuten der Societe des carrieres de St. Tryphon. s ) So z. B. Dynamitfabriken. Der Transport grösserer Mengen dieser Sprengstoffe, wie sie bei einem grösseren Tunnelbau be nötigt werden, ist nicht ratsam, weil zu gefährlich. Man erstellt daher in der Nähe des Tunnels eine Dynamitfabrik, welche die not wendigen Sprengmaterialien dazu liefert. Nach Beendigung des Tunnels ist kaum mehr eine genügende Verwendung dafür vor handen. Die Installationen erleiden somit eine plötzliche grosse Wert minderung. Ferner ist bei diesen Gesellschaften immer die Gefahr vorhanden, dass alle Anlagen durch eine Explosion vernichtet werden. Die Amortisation der Aktien drängt sich also geradezu auf. 4 ) Les choses vieillissent comme les hommes, et ä la fin elles ne representent pas 10% de ce qu’elles ont coüte. Journ. des So- cietes 1895, 137.