an einer ernstlichen Absicht, in den Kreisen der Arbeiter hiermit eine planmäßige Werbetätigkeit zu entfalten. In den breiten Volksmassen hat sie deshalb auch keinen Eingang gefunden. Sie ist vielmehr eine Versicherung der unteren Schichten des Mittelstandes und befriedigt hier fraglos ein vorliegendes Bedürfnis. Eingeführt wurde diese Versicherung von dem „Allgemeinen Deutschen Versicherung«-Verein“ in Stuttgart. Die Be dingungen haben in der Praxis die Benennung „Handwerker bedingungen“ erhalten. Immer mehr Gesellschaften sind in der Zwischenzeit hierzu übergegangen, auch ihrerseits die Einrichtung zu treffen, so daß heute eine große Anzahl von Unfall -Versicherungsanstalten diese Versicherungsmöglichkeit besitzt. b) Die Volks-Unfallversicherung der „Securitas“. Mit der ausgesprochenen Absicht der Gewährung eines Unfallversicherungsschutzes an die breiten Volksmassen und ausdrücklicher Benennung ihrer Einrichtungen als Volks- Unfallversicherung trat als erste Versicherungsgesellschaft in Deutschland die „Securitas“ in Berlin auf den Plan. Handelt es sich bei ihr auch nur um einen Versuch, dessen Fehlschlag zur Aufgabe der Einrichtung nach kaum zweijährigem Bestehen zwang, so kann das Verdienst dieses damals erst neu erstandenen Unternehmens nicht hoch genug bewertet werden. Es bedeutete ohne Zweifel ein großes Wagnis, wenn eine noch so junge Gesellschaft unter vollkommener Außeracht lassung aller durch den Erfolg als geheiligt angesehenen Grundsätze bei dem Betriebe der Unfallversicherung das in der Einzel-Unfallversicherung ängstlich gemiedene Arbeiter risiko in Deckung nahm, ein Wagnis, das in den von Kleeberg im 35. Jahrgang des Assecurauz-Jahrbuches sorgfältig zu sammengetragenen Presseäußerungen erst voll zu unserem Bewußtsein gelangt. Es wurde darauf hingewiesen, „daß die Lukrativität der Einzel-Unfallversicherung in erster Linie in einem gesiebten Portefeuille besteht“. „Gegenüber der Tatsache, daß auch in der Unfallversicherung die Indi vidualisierung des Risikos mehr und mehr zur Geltung kommt,