29 Prämien beraißt, mindestens jedoch für je M.—.20 Wochen beitrag M. 100.—, sodann die Formalitäten bei der Auszahlung hinsichtlich der beizubringenden Nachweise, schließlich die Umwandlung der Versicherung in eine beitragsfreie bei Ein stellung der Prämienzahlung nach dreijährigem Vertrags bestand. Die beitragsfreie Versicherung ist gleich der Summe der insgesamt eingezahlten vollen Jahresprämien. Die Antragstellung. Die gewöhnliche Einzel-Unfallversicherung ist auf möglichst individuelle Erfassung des einzelnen zur Deckung angetragenen Risikos bedacht und sucht sich deshalb durch die Stellung einer Reihe von Fragen über Art und Hohe der Berufsgefährdung, sowie die gesundheitlichen und wirtschaft lichen Verhältnisse des Versicherungssuchenden zu unterrichten. Obwohl bei der Volks-Unfallversicherung die Einheitlich keit der Prämie für sämtliche Risiken ohne Rücksicht auf die größere oder geringere Berufsgefährdung eines ihrer ver nehmlichsten Merkmale ist, läßt sich jede Fragestellung zur Unterrichtung über die obigen Momente nicht gänzlich ver meiden. Es muß der Gesellschaft auch bei der Volks-Unfall- versicheiung die Möglichkeit offen gehalten bleiben, das Ein schleichen jener Personen in den Verband der Versicherten zu unterbinden, für die eine ganz außerordentliche Berufs gefahr vorliegt, wie beispielsweise Arbeiter in Pulverfabriken oder anderen Unternehmungen mit Herstellung bezw. Ver arbeitung von hochgradig explosiblen Stoffen, Flieger, Tier bändiger, Seiltänzer oder Personen, die nach ihren gesundheit lichen Verhältnissen der Unfallgefahr in außerordentlicher Weise ausgesetzt sind, wie hochgradig Kurzsichtige, Schwer hörige, Lahme. Wie verhält sich nun tatsächlich die Fragestellung? Zur Beurteilung der Berufsgefahr wird Unterrichtung gewünscht, in welchem Betriebe der Antragsteller tätig ist, mit Angabe der Fabrikationszweige oder Handelsartikel, ferner Art der persönlichen Tätigkeit darin, sodann ob diese in Arbeiten auf Bauten, Gerüsten, Leitern, in Bergwerken, Gruben, Stein brüchen, auf Schiffen, Kähnen, in Stallungen, Kellereien besteht,