13 stehenden Werkzeugen und Maschinen arbeiten zu lassen. Auch sie verlangten von den Arbeitern dafür, daß sie in ihren Werkstätten Gelegenheit fanden, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, eine Gewinnabgabe 1 ). Diesen Profit des Grundbesitzers nennt Smith „Grund rente“ oder bloß „Pente“, während er denjenigen des Kapitaleigen tümers mit „Kapitalgewinn“ oder einfach Gewinn bezeichnet. So ist es ganz allmählich, mit allen Übergängen selbstverständlich, dahin gekommen, daß der Wert eines jeden Gutes im allgemeinen sich aus drei Bestandteilen zusammensetzt: Pente, Gewinn und Arbeitslohn * 2 ). Aber nicht jede Arbeit, und damit kehren wir zu unserem Haupt gedankengang zurück, schafft neue Werte. Nach seiner beliebten Methode führt Smith zum Beweis ein praktisches Beispiel an, um seine theoretischen Behauptungen durch Tatsachen aus dem täglichen Leben zu stützen und unserem Verständnis näher zu bringen. „Es ist ein großer Unterschied“, so sagt er, „ob ein Kapitalist Dienst mädchen oder mit demselben Kapitalaufwande Handwerker beschäftigt. Diese fügen allen Dingen, an denen sie zu arbeiten haben, neue Werte hinzu, während jene auch nach jahrelanger Tätigkeit ihrem Dienstherm nicht nur keine neuen Werte geschaffen, sondern ihn vielmehr eine große Menge Kapitalien gekostet haben, alle ihre Arbeit ist unpro- duktiv gewesen 3 ). Smith faßt diesen Begriff der unproduktiven Arbeit sehr weit, indem er z. B. auch der Tätigkeit der Ärzte, Geistlichen und Gelehrten, ja sogar aller Verwaltungsbeamten jede Wertbildung abspricht 4 ). Beim Kapital macht er dieselbe Einteilung: als produktiv be zeichnet er solches, das geeignet ist, durch entsprechende Arbeit neue Werte hervorzubringen, also gewerbliche Anlagen, Maschinen, Werkzeuge, Arbeitslöhne, um es zusammenzufassen: alles in der Landwirtschaft, dem Handel und der Industrie angelegte Kapital. Unproduktiv ist dagegen alles Kapital, das diese Eigenschaft neue Werte zu schaffen, nicht auf weisen kann 5 ). Hierher fallen also sämtliche Kapitalanlagen für den oben erwähnten unproduktiven Teil der Bevölkerung, ferner für die Wohnhäuser, alle Lebens mittel, weiterhin die große Reihe der Luxuswaren, deren Bestimmung ') Smith, a. a. 0., I, 66 f. 2 ) Ders., a. a. 0., I, 69. 3 ) Ders., a. a. 0., II, 77, 78. 4 ) Ders., a. a. 0.. II, 79. s ) Ders., a. a. 0., II, 80 ff.